Anklicken für grosse Ansicht auf flickr.
Mehr zu Selfies: klick

Bild: Berlin, Sommer 2014
Es ist Ende September, und Sonntag, und der Abend hält langsam aber sicher Einzug. Ich sitze im Bus, heisse Marroni essend. Der Bus hält an, wegen einer roten Ampel. Nicht nur das Ampellicht ist rot, sondern auch der Ferrari, der neben dem Bus hält. Der Fahrer des italienischen Sportwagens (dessen Verdeck trotz eher kühlen Temperaturen offen ist) trägt ebenso wie ich eine Sonnenbrille. Das ist aber so in etwa alles, das wir gemeinsam haben – vermutlich. Der Ferrari-Mann blickt grimmig drein. Ich nicht. Ich bin glücklich, entnehme der Papiertüte in meiner Hand noch eine weitere leckere, heisse Marroni.
Jetzt nicht neu oder so, aber von mir erst kürzlich entdeckt:
Das Tumblr-Blog Fuck Yeah Brutalism.
Sogar Bern hat das (zweifelhafte?) Vergnügen; klick (und Engelberg: klick und klick).
Erstmalig über den Begriff des Brutalismus bin ich ja gestolpert bei der Lektüre eines Oliver-Harris-Buches, aber die Architektur an sich erkennt man natürlich auch – respektive deren Stil – wenn man noch nie darüber gelesen hat.

Wenn die digitale Welt Einzug in der analogen hält.
Ich finde ja die Bemühungen der Buchhandlungen, mit der Zeit Schritt zu halten zuweilen ganz amüsant. Manchmal auch etwas traurig. Vorallem auch, wenn es gar nicht mehr um die Sache geht, sondern nur noch um die Existenzberechtigung, respektive darum, zu überleben. Und dabei sollte ja eigentlich die Sache der Antrieb sein. In einer idealen Welt.
Wenn die Rolltreppe, die sonst stumm nach unten oder nach oben befördert, genau so klingt wie die TARDIS vom Doktor, und man nicht genau weiss, was als nächstes passiert.

Diese Entdeckungen, die man immer wieder macht, die einen unweigerlich an Veränderung denken lassen. An einen Wechsel, ein Ende, an einen Anfang, vielleicht Neuanfang, oder Stillstand.
(‚Her‘, 2013)