Ins Nichts gehen

at the end of the tunnel

Wenn man aus dem Zug steigt, sich an einem bestimmten Ort auf dem Perron wähnt, und dann einfach mal ins Nichts schreitet. Also, nicht wirklich ins Nichts, es ist ja überall etwas, und das Perron auch noch nicht zuende. Aber das Perron hört da vorne einmal auf, und nirgends ist ein Abstieg in die Unterführung, und man stellt fest, dass der Zug etwas anders als sonst immer angehalten hat, und man eigentlich nach links und nicht rechts hätte drehen sollen, nach dem Zugausstieg. Das kann man zum Glück nachholen, und schon wieder ist sie da, die wohl vertraute Welt.

Staubige Stadt

IMG_7012Eine staubige Wüstenstrasse. Nicht in Bern, aber irgendwo in Utah.

Im November in Bern, an einem Nachmittag, es geht bereits gegen Abend zu.
Ich bin unterwegs in der unteren Altstadt, ein Bus fährt die Strasse hinab, fährt Richtung Nydeggbrücke. Der Bus wirbelt Staub auf, der in der Luft bleibt, einen Moment zumindest, und ich merke, dass das nicht üblich ist; dass die Strassen hier sonst, üblicherweise, staubfrei sind, und ich merke auch deutlich  – etwas das zwar klar ist, aber manchmal müssen einem Dinge, die klar sind, auch erst richtig bewusst werden –  dass ich mich eigentlich überhaupt  nicht auf einer Wüstenstrasse befinde. Obwohl es gerade so anmutet.

Beim Oeschinensee II

EW5A7774
Bergstation Oeschinen, Anstehen für die Talfahrt

Ein Addendum zum gestrigen Beitrag.

Eigentlich wollte ich ja gestern schon ein paar Sätze schreiben, habe mich dann aber dafür entschieden, die Bilder für sich wirken zu lassen, und damit die wunderschöne Natur und Bergwelt ins Rampenlicht zu stellen.

Doch möchte ich heute nicht das gestern Erlebte/Gesehene unerwähnt sein lassen (NB: ganz ohne Wertung, vorallem zu „Chronikzwecken“). Beim Oeschinensee II weiterlesen

Da Fotografieren, wo man immer ist.

Fotografieren ist ja etwas dankbares. Sujets sind schon da, sie wollen nur noch gesehen werden.

round

Das habe ich mir jedenfalls schon mehrfach gesagt (und so ähnlich auch schon geschrieben vor fast genau 6 Jahren), um den Gedanken dann wieder beiseite zu schieben. Wobei, falsch ist es ja nicht. Und es soll auch nicht das Fotografieren trivialisieren. – Wie auch immer; stets grossartig finde ich, an einem Ort zu fotografieren, wo ich noch nie dagewesen bin. Das geht dann so einfach und wie von selbst, mit der Bildfindung.

Wenn ich hingegen in den stadtbernischen Gefilden unterwegs bin mit der Kamera, mit dem Ziel Bilder aufzunehmen, so fällt dies manchmal oder meistens schwer. Also, während des Courant normal zumindest – wenn gerade keine Demo oder ähnliches stattfindet. Die Freude ist dann umso grösser, wenn in den schon 1000-mal begangenen Gassen und Strassen ein Bild entsteht, das ich bei meinen Favoriten einreihen kann (und vielleicht sogar auch anderen gefällt). Und überhaupt; er weiss auch immer wieder neue einzigartige Situationen zu offenbaren, der Courant normal. Und lässt so die Frage aufkommen, ob es ihn überhaupt gibt.

Über das Aareschwimmen kann man nicht genug schreiben.

Weg zur Aare

Während den Hitzeperioden, wie bei jener, die bis gestern anhielt, hilft ja nur eines, wenn man in Bern wohnt, und ohne Klimaanlage auskommen muss: ein Aareschwumm. Danach ist man einfach heruntergekühlt, für eine Weile (auch wenn die Aare selber stolze 22 Grad warm ist).

Neu kann man via Betonkanal von der Aare direkt ins Marzili schwimmen. Wäre nicht nötig gewesen, dieser Kanal, aber Diskussionen darüber erübrigen sich; es gibt den Kanal nun, und ich finde ihn im Endeffekt grossartig. Man kann sich und seine Siebensachen, die man dabei hat, äusserst komfortabel in ein Bassin im Bueber treiben lassen. Und Bern wäre nicht Bern, wenn es nicht auch bereits etwas zu bemängeln gäbe (nicht negativ, einfach feststellend gemeint): Offensichtlich (Bezahl-Artikel) gelangen viele Leute nach dem Bassinausstieg direkt auf den Rasen, wodurch jener bereits schlammig wurde und auch schon stinken soll.

EW5A1701
Bild: aufgenommen am 24. Februar 2019, während der Bauphase des „Bueber-Kanals“