Palmen am Morgen

Las VegasSymbolbild

Es ist ein Januarmorgen, ich auf dem Weg zur Arbeit. Es ist – schon fast ungewohnt in diesem Winter – ziemlich kalt. Nicht gerade eine klirrende Kälte, die da vorherrscht, aber durchaus eine spürbare. Und die Stadt ist noch ein wenig mit Weiss überzogen, der neulich gefallene Schnee kann sich länger als üblich behaupten. Es fühlt sich also so an, wie es sein sollte im Winter.
Dann sehe ich an einem Fenster Palmen, oder zumindest Umrisse davon – auf einer Folie angebracht, vermutlich. In einem pastellähnlichen dezenten Farbton gehalten, passend zur Hausfarbe. Und ich meine rötliches Sonnenlicht zu erkennen, das die Palmen umschmeichelt. Aber das ist vermutlich nur meine Fantasie, oder ein flüchtiger Lichteinfall, und ich wische den Gedanken weg. Beim Näherkommen aber sehe ich, dass ein Scheinwerfer von innen wanderndes Licht auf das Fenster wirft. Ich staune wieder einmal, wie wenig es braucht, um aus dem Alltagstrott gerissen zu werden. In meinem Fall reichen da offensichtlich beleuchtete Palmenumrisse aus. Für einen kurzen Moment ist an diesem kühlen Morgen eine wärmere Ferne zumindest gedanklich etwas nähergerückt.

Wo keine Leere sein kann

hole

Wenn man nicht weiss, was man auf dem Blog schreiben soll, dann ist es wahrlich eine Kunst, etwas zu publizieren, das kein Lückenfüller ist.

Wobei: Lücken und Leere entstehen ja zum Glück nicht beim Brachliegen eines Blogs.

An der Milchstrasse vorbei

Milchstrasse

Samstag, 20. August 2022

Wenn man, nachdem der Corona-Selbsttest positiv war, noch einen PCR-Test machen will, und hierfür sogar den Weg an der Milchstrasse vorbei in Kauf nimmt.

Dass es eine Milchstrasse in den hiesigen Gefilden gibt, wusste ich nicht, geschweige denn, dass da ein Bus vorbeifährt.

Das Meiste ist in Unschärfe getaucht.

Wenn sich neue Welten öffnen

Die Coronakrise ist ein wenig wie die unscharfe Pfütze auf dem Bild oben. Die Krise ist auch ein Spiegel, der uns aufgehalten wird, der uns recht ungeschönt zeigt, wie wir sind.

Aber schlussendliche Klarheit oder ein scharfes Bild darüber, wie die Menschen nun genau sind und vor allem warum das so ist, liefert die Krise schlussendlich dann natürlich auch nicht. Ebenso wenig, wie die Pfütze auf dem Foto die Welt deutlich widerspiegelt.

Die Menschen bleiben immer noch ein Rätsel, die Welt auch.

Hoffnung

HOPE

Das Lichtspiel beim Bundeshaus («Rendez-vous Bundesplatz») findet heuer wieder statt. Letztes Jahr gab es nur während kurzer Zeit Vorführungen, wegen der damaligen Entwicklung i.S. Covid wurde das Ganze dann recht schnell abgesagt im 2020.
Nun ist der Einlass nur mit Covid-Zertifikat (3G) möglich. Am Abend des 19.10.2021 schaue ich das Spektaktel an. Die Stimmung ist gut, es hat weniger Leute als in Vorjahren. Natürlich auch wegen des erforderlichen Zertifikats. Maximal 5’000 Personen dürfen das Spektakel bewundern. Hoffnung weiterlesen

zu sich kommen, unverhofft

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Wenn man etwas auf der Suchmaschine eingibt, weil man nicht sicher ist, ob man den Ausdruck so wirklich benutzen kann. Und dann ist einer der ersten Treffer auf Google ein Post des eigenen Blogs. Gut, der eingegebene Ausdruck ist ist auch nicht (mehr) sehr gebräuchlich, man könnte wohl auch altmodisch sagen.

Aber dass ich bei einer Google-Suche unverhofft über das eigene Geschriebene gestolpert bin, das ist – speziell, und mutet merkwürdig an. Irgendwie hat es mich aber auch gefreut!

Und die Frage, die sich am Schluss noch stellt, ist, ob ich mir mit meinem eigenen Text vom 2013 nun selber geholfen habe.