Lieber nackt als angezogen.

«rather naked than dressed.»

Heute im Marzili. Ausnahmsweise ein Selfie, gemacht mit dem neuen Lomo-Objektiv, dem Lomogon 32 mm, F/2.5. Mehr zum Objektiv ein andermal, nachdem es ausgiebig gestestet wurde.

Übrigens erstaunlich, wieviele Leute heute bei diesem doch sonnenlosen und kalten Wetter in die Aare stiegen … Bern hat offensichtlich viele Unerschrockene.

Da Fotografieren, wo man immer ist.

Fotografieren ist ja etwas dankbares. Sujets sind schon da, sie wollen nur noch gesehen werden.

round

Das habe ich mir jedenfalls schon mehrfach gesagt (und so ähnlich auch schon geschrieben vor fast genau 6 Jahren), um den Gedanken dann wieder beiseite zu schieben. Wobei, falsch ist es ja nicht. Und es soll auch nicht das Fotografieren trivialisieren. – Wie auch immer; stets grossartig finde ich, an einem Ort zu fotografieren, wo ich noch nie dagewesen bin. Das geht dann so einfach und wie von selbst, mit der Bildfindung.

Wenn ich hingegen in den stadtbernischen Gefilden unterwegs bin mit der Kamera, mit dem Ziel Bilder aufzunehmen, so fällt dies manchmal oder meistens schwer. Also, während des Courant normal zumindest – wenn gerade keine Demo oder ähnliches stattfindet. Die Freude ist dann umso grösser, wenn in den schon 1000-mal begangenen Gassen und Strassen ein Bild entsteht, das ich bei meinen Favoriten einreihen kann (und vielleicht sogar auch anderen gefällt). Und überhaupt; er weiss auch immer wieder neue einzigartige Situationen zu offenbaren, der Courant normal. Und lässt so die Frage aufkommen, ob es ihn überhaupt gibt.

Über das Aareschwimmen kann man nicht genug schreiben.

Weg zur Aare

Während den Hitzeperioden, wie bei jener, die bis gestern anhielt, hilft ja nur eines, wenn man in Bern wohnt, und ohne Klimaanlage auskommen muss: ein Aareschwumm. Danach ist man einfach heruntergekühlt, für eine Weile (auch wenn die Aare selber stolze 22 Grad warm ist).

Neu kann man via Betonkanal von der Aare direkt ins Marzili schwimmen. Wäre nicht nötig gewesen, dieser Kanal, aber Diskussionen darüber erübrigen sich; es gibt den Kanal nun, und ich finde ihn im Endeffekt grossartig. Man kann sich und seine Siebensachen, die man dabei hat, äusserst komfortabel in ein Bassin im Bueber treiben lassen. Und Bern wäre nicht Bern, wenn es nicht auch bereits etwas zu bemängeln gäbe (nicht negativ, einfach feststellend gemeint): Offensichtlich (Bezahl-Artikel) gelangen viele Leute nach dem Bassinausstieg direkt auf den Rasen, wodurch jener bereits schlammig wurde und auch schon stinken soll.

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Bild: aufgenommen am 24. Februar 2019, während der Bauphase des „Bueber-Kanals“

Mängisch fäut öppis, u mängisch isch das ganz guet.

Mängisch fäut öppis, u mängisch isch das ganz guet.

Manchmal fehlt etwas, und manchmal ist das ganz gut.

Was auf diesem Bild fehlt, ist nicht offensichtlich, zumindest wenn man den Ort nicht kennt. Und auch wenn man den Ort kennt, mag es nicht unbedingt ins Auge springen.
Es fehlen die Autos, die hier sonst parkiert sind. Wobei, fehlen ist ja vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt; es sind keine Autos abgestellt – so ist es wohl präziser. Dass der Nydeggstalden frei von Autos ist, das kommt eigentlich nicht vor. Dass es zum Zeitpunkt der Aufnahme so war, ist wohl dem E-Grand-Prix, der am Vortag stattfand, geschuldet.

Eine schöne Folgewirkung des E-Rennens.