Kopenhagen 3

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In Kopenhagen, am Wasser. Eine kleinere Menschenansammlung ist, da, vor einem Schiff, Polizeibeamte – zwei an der Zahl, kommen hinzu.
Nicht wenige Vertreter der Presse, viele mit Kameras bewaffnet, sind anwesend. Es ist nicht ganz klar, wer die Anwesenden sind – für jemanden, der nicht von hier ist. An einem Masten des Schiffs steht ‚plastic change‘. Das erklärt schon mal, was wohl der Sinn der ganzen Veranstaltung hier ist.
Ein Mann mit ‚Knopf in Ohr‘ taucht auf, spricht mit der Polizistin und dem Polizisten. Es wird noch jemand erwartet, der wichtig ist. Die Polizeibeamten trennen sachte die Menschentraube, bestehend aus Zuschauenden. Dann kommt da auch jemand, mit einer mehr oder weniger sicht- oder spürbaren „Wichtigkeit“. Ein Mann, ziemlich leger gekleidet.
Er begibt sich aufs Schiff, auf dem sich mittlerweile einige Menschen versammelt haben. Schüttelt Hände.

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Interessant, wie alle elegant aufs Schiff gelangen. Es wird fotografiert und gefilmt – auch wir, die Zuschauenden.
Das Schiff legt schliesslich ab – mit an Bord eine geringe Anzahl an Menschen – gering gemessen an den totalen Menge an Anwesenden hier. Ich frage die Polizistin, die wie wir an Land geblieben ist, um wen es sich da gehandelt habe, auf Englisch. Höflich, aber etwas verständnislos über so viel Unwissenheit, erhalte ich als Antwort: „Der Kronzprinz!“

Kopenhagen 1

Mit dem Zug geht es von Malmö zurück nach Kopenhagen. Die herunterklappbaren Tische im Zug erinnern mich an „Glettibrätter“ (Bügelbretter).

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Das erste, das in Kopenhagen auffällt, nach dem Verlassen des Hauptbahnhofes, ist ein offensichtlich nicht ganz nüchterner Mann, der ein Velo zu Boden stösst. Jemand ruft ihm etwas zu, und das Velo wird, wortlos, wieder aufgestellt. Velos, das merke ich später, hat es hier, wie auch in Malmös, viele. Auch viele, die am Boden liegen – doch das ist wohl nicht dem vorhin genannten Mann geschuldet, sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit dem Wind, der hier nicht selten seine Aufwartung macht. Die Velofahrenden sind hier stets in einem beachtlichen Tempo unterwegs, und man muss als Fussgänger aufpassen, nicht auf eine der Velospuren zu gelangen.

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Der Moment vor der Grün-Schaltung der Ampel Kopenhagen 1 weiterlesen

über Rolltreppen

Felix Schwenzel schreibt auf wirres.net über die Moskauer Metro, und Rolltreppen:

[…] alle stehen rechts und halten die linke seite frei, für eilige mitmenschen. warum das überall auf der welt klappt, nur in deutschland, ist eine frage, die wahrscheinlich immer unbeantwortet bleiben wird. […]

Lustig. Ich habe ja immer gedacht, die Schweiz sei das einzige Land der Welt, in welchem die Sache mit dem rechts-stehen und links-die-Seite-frei-halten nicht klappt:).

Malmö 1

Flug nach Kopenhagen. Von dort ist die Reststrecke mit dem Zug zu bewältigen. Beim Bahnhof in Kopenhagen sind die Sicherheitsvorkehrungen recht streng, um das Perron betreten zu können, muss dem Sicherheitspersonal der Pass oder die ID gezeigt werden.
Im Zug dann, der über die berühmte Brücke geht (wenn man denn von ‚über‘ sprechen will; die Strecke des Zugs verläuft unter jener, auf der die Autos die Brücke passieren), die Dänemark und Schweden verbindet, ist dann auch wieder ein Vorzeigen des Ausweises erforderlich. Die eindrückliche Brücke habe ich bereits beim Anflug auf Kopenhagen bestaunen können (und auch schon in ‚Die Brücke‘ gesehen).

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Malmö. Man merkt, dass man hier nah am Meer ist. Einerseits wegen dem Wind, und andererseits wegen den Möwen, die hier recht omnipräsent sind. Schön ist es hier, den Wind kann man derzeit gut gebrauchen, ist es doch recht warm (im Gegensatz zu den schweizerischen Gefilden, denen ich entflohen bin). Warm und sonnig, was dazu verleitet, möglichst viel Sonne aufzunehmen und die Wärme zu verinnerlichen. Wer weiss denn schon, wie sich der Sommer, den ich grösstenteils in der Schweiz verbringen werde, entwickeln wird.

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Das Hotel ist toll gelegen im Stadtzentrum. Am Abend scheint auf dem Platz, der unmittelbar neben dem Hotel ist, etwas geschehen. Der Platz ist abgesperrt, und ein Grossaufgebot an Polizistinnen und Polizisten anwesend.
Etwas scheint geschehen zu sein, die angesprochene Polizistin will oder kann keine Auskunft geben. Die Spekulationen gehen von Bombenexplosion über zu einer Person, welche auf dem Platz von der Polizei erschossen wurde.

Am nächsten Tag: Am Meer. Der Wind ist angenehm, die Sicht klar.

IMG_3006 Malmö 1 weiterlesen

Film: Spy Times

Eigentlich habe ich ‚Spy Times‘ nur zufällig angeschaut. Auf Netflix ausgewählt, mangels besserer Alternative, erwartet habe ich dumpfe amerikanische Action, die unterhaltsam ist, und damit hat sichs dann. Die erste Überraschung war, dass der Film in spanischer Sprache daher kam. Kein Wunder, handelt es sich doch eine spanische Produktion, wie ich schnell herausfand.  Geistige Höhenflüge erwarteten mich dann wie erwartet auch nicht beim Sehen des Films, jedoch war der Film überraschend komisch, und irgendwie originell, und kurzweilig, bis zum Schluss hin.

Im Film geht es um einen alternden, dauerrauchenden Geheimdienstagenten (Codename: „Anacleto“) und seinen Sohn Adolfo, und den Erzfeind von Anacleto – Vázquez -, der es auf Vater und Sohn abgesehen hat. Irgendwie ist der Film eine Bond-Persiflage, aber auch deutlich mehr. Anacleto fühlt, dass er eigentlich zu alt ist für seinen Job und ist eigentlich ziemlich bemitleidenswert; ist er doch irgendwie mit allem bestraft: mit seinem Boss, dem Geheimdienst, dem er angehört, und den niemanden kennt und der kein Geld hat, mit seinem Feind, und last but least mit seinem Sohn (jedenfalls zu Beginn).

Mangels Spanisch-Kenntnissen habe ich den Film mit Untertiteln geschaut, und ich bin mir sicher, wie das so ist, dass der Film noch lustiger ist, wenn man der spanischen Sprache mächtig ist. Doch egal, ob man den Film nun in Originalsprache verstehen kann oder die Untertitel braucht, er ist so oder durchaus empfehlenswert, und nicht nur für Action-Liebhaber_innen.