Neues Lomo-Objektiv: „New Petzval lens“

Am letzten Dienstag war es endlich soweit: das im Februar bestellte neue Objektiv traf endlich ein.
Froh war ich darüber, dass das Paket gerade noch Platz fand  im „Milchchäschtli“* (nicht zu verwechseln mit dem „Chuchichäschtli:)), und fünf Minuten nach dem Auspacken freute ich mich über das glänzende Objektiv in meinen Händen.

Das Petzval-Objektiv ist eine Neuauflage des gleichnamigen Objektiv-Klassikers aus dem Jahre 1840, und wird in Russland hergestellt, und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: in Gold oder in Schwarz, für Nikon- oder für Canon-Kameras.
Für welche Variante ich mich entschieden habe, ist auf dem Bild ersichtlich:

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Wie man sieht, ist das Objektiv nicht unbedingt leicht, und auch nicht gerade unauffällig. In der kurzen Zeit, in welcher ich nun mit dem Schmuckstück unterwegs bin, wurde ich auch schon mehrfach von Fremden angesprochen; vorwiegend von anderen Fotografierenden, die so etwas Fernrohr-ähnliches auf einer Kamera noch nie gesehen haben.

Technische Eigenheiten: Es handelt sich um ein Objektiv mit einer 85mm-Festbrennweite, die maximale Blendenöffnung beträgt F/2.2, die kleinste F/16. Fokussiert wird selbstverständlich manuell.

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Grand Budapest Hotel

Schon beim Anschauen des Trailers wusste ich: diesen Film werde ich lieben. So war es dann auch.
Eigentlich mag ich zwar keine Zeitsprünge in Filmen, und The Grand Budapest Hotel wartet gar mit drei verschiedenen Zeiten des Geschehens auf. Da der Film jedoch so packend ist, machte mir das „Zeit-springen“ auch gar nichts aus.

Packend ist der Film aus verschiedenen Gründen:
Die Geschichte ist eigentlich nicht sooo besonders. Jedoch wird sie auf originelle Art und mit viel Witz erzählt. Auch beinhaltet sie viele einfach einzigartige Momente, die einem einfach im Gedächtnis bleiben werden und so den Film unvergesslich machen.
Die Schauspieler/innen: Die sind ganz einfach grossartig. Vorallem der Concierge, Monsieur Gustave H., wird eindrücklich gespielt (von Ralph Fiennes).
Die Machart: Schon von Beginn an sind die Bilder packend. Die Orte, an welchen der Film spielt, sind unglaublich schön gemacht mit einer Liebe zum Detail. Überhaupt ist der Film optisch ein Kunstwerk – ja ein Bijou, nicht vergleichbar mit einem anderen Film.

Oft ertappe ich mich beim Film-schauen dabei, wie ich auf die Uhr schaue – langweilen mich doch viele der heutigen Filme, da einem ziemlich viel Einheitsbrei serviert wird dieser Tage. Bei Grand Budapest Hotel war dies nicht der Fall, im Gegenteil; die Zeit verflog wie im Fluge.
Willkommen in den Reihen meiner Lieblingsfilme, Grand Budapest Hotel!

wieder an die Oberfläche gespült

Ein mittlerweile schon älteres von mir gemachtes Bild habe ich gefunden auf dem „Switzerland Tourism’s Tumblr Channel“. Schön. Ich wusste ja gar nicht, dass Schweiz Tourismus auf Tumblr aktiv ist. Hat aber ein paar schöne Bilder dort.
Das zweite Bild oben rechts ist jenes von mir.

Bild
Screenshot des Switzerland Tourism Tumblr-Blogs

Tausend Mal gehört: „Your camera does not matter“

Immer und immer wieder begegne ich dem Satz: your camera does not matter.
Mittlerweile fange ich solche Texte gar nicht mehr an zu lesen. Weil: es wird immer dasselbe erzählt, Erkenntnisse gibt es keine neuen.
Wohlverstanden: Die These an sich will ich hier nicht in Abrede stellen. Obschon ich der Meinung bin, ein gutes Werkzeug hilft einem eher, ein gutes Produkt zu erzeugen – nötige Fähigkeiten natürlich immer vorausgesetzt.
Nein, es ist die ewig wiederholte Leier, welche mich langweilt. Es gibt doch bei der Fotografie wahrlich spannendere Themen als die mittlerweile nicht mehr sehr neue Behauptung, dass die Wahl der Kamera nicht wichtig ist (so meine freie, sinngemässe Interpretation des Satzes) – oder?

genug

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Eine ältere Frau spricht im Bus eine andere, wohl etwas jüngere Frau an. Grund des Ansprechens ist die Station, an welcher die Frau raus muss.
Die ältere Frau verrät, dass sie nämlich nicht mehr lesen könne, da ihre Sehkraft so stark zurückgegangen ist.
Die Andere fragt, ob denn da nicht eine Brille abhilfe schaffen könne, denn: „Man muss doch lesen können!“

Die Antwort darauf: „Ich habe genug gelesen.“

Die Sache mit der Überwachung

Heute am 5. Juni ist der „Reset the net-Tag“. Ein Jahr nach Snowden.

Resetthenet.org empfiehlt unter anderem, unsere Kommunikation abhörsicher zu machen, zu verschlüsseln, so das Netz zu „resetten“, es wieder offen und sicher zu machen – tönt ja zuerst ganz gut, doch für mich ist es zugleich auch ein Widerspruch in sich – verschlüsseln, um ein offenes Netz zu haben.  Es kann doch nicht sein, dass wir uns vor den Regierungen schützen sollen, den Regierungen, die doch eigentlich unter anderem zu unserem Schutz da sind … ?
Verschlüsselung und Co. in allen Ehren – davon will ich ja nicht abraten – jedoch ist dies doch der falsche Ansatz.

Ein Jahr nach den (ersten) Enthüllungen Snowdens – und praktisch nichts ist passiert – all unsere digitale Spuren werden überwacht, als wäre nichts geschehen (Korrektur: hier in der Schweiz werden von den Behörden nur die „Randdaten“ aufgezeichnet; spannender Artikel hierzu: klick).
Nicht nur die NSA, sondern (unter anderem) auch die schweizerischen Behörden gehören gebremst.

An der Demonstration letzten Samstag gegen das BÜPF  (BÜPF in Kurzform: erweiterte Überwachung  bzw. noch längere Vorratsdatenspeicherung, sowie Nutzung von Staatstrojaner) in Bern auf dem Bundesplatz beteiligten sich mickrige 400 Personen. So ein geringes Interesse – das finde ich traurig.

Warum so wenig Interesse an der doch so wichtigen Thematik, frage ich mich – ist es der grossen Masse etwa egal, dass unser aller Handeln aufgezeichnet wird? À la „ich habe ja nichts zu verbergen, also macht mir die Überwachung nichts aus“?