genug

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Eine ältere Frau spricht im Bus eine andere, wohl etwas jüngere Frau an. Grund des Ansprechens ist die Station, an welcher die Frau raus muss.
Die ältere Frau verrät, dass sie nämlich nicht mehr lesen könne, da ihre Sehkraft so stark zurückgegangen ist.
Die Andere fragt, ob denn da nicht eine Brille abhilfe schaffen könne, denn: „Man muss doch lesen können!“

Die Antwort darauf: „Ich habe genug gelesen.“

The Bling Ring: Nach dem Film

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Nun habe ich ihn konsumiert: den neuesten Wurf von Sofia Coppola, den Film The Bling Ring.

Als hätte ich es geahnt bei der Titelgebung des letzten Posts; am Ende war die Vorfreude tatsächlich grösser als die Freude während des Filmschauens.

Fairerweise muss ich sagen, dass dies nicht unbedingt an Frau Coppola, sondern vielmehr an der Geschichte per se liegt; die Geschichte soll auf wahren Begebenheiten basieren (und ich glaube tatsächlich, mich ab entsprechende Medienberichte erinnern zu können) – und lässt – ohne allzu viel verraten zu wollen, fast nur ein Ende zu.

Nicht nur das Ende ist sehr vorsehbar, sondern auch die Geschehnisse auf dem Weg dorthin.
Ausser den Einbrüchen geschieht im Film nicht viel. In einem Film muss auch nicht viel passieren, im vorherigen Coppola-Film, der viel „ereignisloser“ ist hat mich das nicht gestört. Hier aber schon. Bei „Somewhere“ passiert viel auf der zwischenmenschlichen Stufe, bei „The Bling Ring“ nicht.

Was mich am Anfang extrem gestört hat, war, dass die Hauptdarsteller_innen derart unsympathisch wirken. Und man lernt sie nicht richtig kennen, man sieht wie gesagt grösstenteils nur, in Promi-Häuser einsteigen (und Party machen).

Den einzigen Einblick in das Leben der Jugendlichen war die Familiensituation zweier Protagonistinnen.
Die Mädchen werden nach meiner Interpretation zuhause von der Mutter unterrichtet (die Unterrichtsmethoden sind ziemlich absurd, was kein Wunder ist; die Familie gehört irgendeiner Sekte an). Die Mutter ist nicht der hellste Stern im Universum und sehr auf Wohlfühlen und Äusserlichkeiten bedacht – im Falle der beiden Mädchen ist es definitiv kein Wunder, dass sie auf die schiefe Bahn geraten.

Am Ende des Films gibts dann doch noch ein paar unterhaltsame Momente, die auch die amerikanische Gesellschaft oder zumindest Teile davon nicht gerade gut dastehen lässt – aus Spoilergründen verrate ich hier diesbezüglich nicht mehr.

Alles in allem konnte mich der Film überhaupt nicht fesseln, ich war froh, dass er nicht von langer Dauer war.
Ich hoffe, dass ein nächster Coppola-Film nicht allzulange auf sich warten lässt und mich mehr zu begeistern mag.