Film: Spy Times

Eigentlich habe ich ‚Spy Times‘ nur zufällig angeschaut. Auf Netflix ausgewählt, mangels besserer Alternative, erwartet habe ich dumpfe amerikanische Action, die unterhaltsam ist, und damit hat sichs dann. Die erste Überraschung war, dass der Film in spanischer Sprache daher kam. Kein Wunder, handelt es sich doch eine spanische Produktion, wie ich schnell herausfand.  Geistige Höhenflüge erwarteten mich dann wie erwartet auch nicht beim Sehen des Films, jedoch war der Film überraschend komisch, und irgendwie originell, und kurzweilig, bis zum Schluss hin.

Im Film geht es um einen alternden, dauerrauchenden Geheimdienstagenten (Codename: „Anacleto“) und seinen Sohn Adolfo, und den Erzfeind von Anacleto – Vázquez -, der es auf Vater und Sohn abgesehen hat. Irgendwie ist der Film eine Bond-Persiflage, aber auch deutlich mehr. Anacleto fühlt, dass er eigentlich zu alt ist für seinen Job und ist eigentlich ziemlich bemitleidenswert; ist er doch irgendwie mit allem bestraft: mit seinem Boss, dem Geheimdienst, dem er angehört, und den niemanden kennt und der kein Geld hat, mit seinem Feind, und last but least mit seinem Sohn (jedenfalls zu Beginn).

Mangels Spanisch-Kenntnissen habe ich den Film mit Untertiteln geschaut, und ich bin mir sicher, wie das so ist, dass der Film noch lustiger ist, wenn man der spanischen Sprache mächtig ist. Doch egal, ob man den Film nun in Originalsprache verstehen kann oder die Untertitel braucht, er ist so oder durchaus empfehlenswert, und nicht nur für Action-Liebhaber_innen.

Muse, am 11. Mai 2016 in Zürich

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Mein drittes Muse-Konzert, davon das erste in Zürich. Schon eine ganze Weile höre ich Muse, vielleicht bin ich kein Fan der ersten Stunde, aber doch schon sicher seit 12 oder mehr Jahren höre ich ab und an gerne die Musik der Briten. So auch gestern im Hallenstadion in Zürich. Um etwa halb acht im Stadion innen angelangt, war noch der Auftritt der Vorband am Andauern. Eine Vorband, deren Namen ich nicht kannte (und immer noch nicht kenne, und auch nicht zu kennen brauche). Vorbands vermögen mich in der Regel gar nicht zu fesseln, und so war es auch gestern. Ich habe nichts gegen Vorbands, wohlverstanden, der Gedanke davon ist ja ein ganz guter, und es kann auch sein, dass ich so neue Musik entdecke, die mich zu begeistern mag. Nur ist dieser Tag noch nicht eingetroffen bis heute.

Wie auch immer, dann bald einmal war die Musik der Vorband verstummt, und ein Ansager hiess uns, das Publikum, willkommen. „Willkommen, Köln“, sagte der Ansager, vielleicht war es auch der Name einer anderen deutschen Stadt, ich weiss es auch nicht mehr, oder überhaupt, vielleicht habe ich mich auch nur verhört, und es gab keinen solchen Versprecher. Ist ja auch egal. Es wurde darum gebeten, dass nicht geblitzt wurde während dem Konzert, wegen der Bühnenshow, den Effekten. Aber fotografieren und filmen, das solle man nach Lust und Laune (und das wurde später dann auch ausgiebig gemacht).

Dann, mit akzeptabler, nicht grosser Verspätung, begannen Muse zu spielen. Muse, am 11. Mai 2016 in Zürich weiterlesen

Doctor Who

Seit neustem ist auf Netflix die neunte Staffel von Doctor Who verfügbar (dafür fehlen jedoch nun die ersten vier Staffeln (und im amerikanischen Netflix ist die Serie scheinbar gar nicht mehr vorhanden)). Für mich Anlass genug, ein paar Worte über die Serie zu schreiben.
Entdeckt habe ich Doktor Who erst im letzten Jahr, Netflix sei dank. Bilder der blauen Polizeibox habe ich natürlich auch schon gesehen, jedoch nie in Verbindung gebracht mit der britischen Serie. Ich wusste nur, dass Neil Gaiman Folgen für die Serie geschrieben hat.
Doctor Who gibt es schon sehr lange. Gemäss Nachschlagen im Internet seit 1963. Die klassische Serie, die damals begann, dauerte eine stolze Zeit lang; bis 1989.
Die neue Serie gibt es seit 2005.

Das Wichtigste über die Serie
Die Hauptperson ist, ja, tatsächlich, ‚Doctor Who‘. Ein intergalaktischer Kosmoplit. Ein Zeitreisender (oder auch ‚time lord‘), stammend vom Planeten Gallifrey, der sich allermeistens eben als ‚der Doktor‘ vorstellt, ausgibt. Doctor Who weiterlesen

Holland tickt anders

Naja, vielleicht nicht anders. Aber grösser. Oder so. Was mir nämlich schon nach der Ankunft in Holland im Dezember aufgefallen war: Die Leute hier tragen fast alle grosse, um nicht zu sagen riesige Armbanduhren, nicht nur die Männer, auch die Frauen. Richtig auffällig sind die bullig wirkenden, an den Handgelenken der Holländerinnen und Holländer angebrachten Uhrwerke.

Ah ja, und in einem Einkaufscenter, in Amsterdam, da ist ein Swatch-Shop, da wird grossartig Swissness verbreitet at its best, oder so (merci, Swatch):

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Grüezi, und tschüss.

Verschwindendes

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Fribourg, im Februar 2016

Am Bahnhof, auf dem Perron. Vis-à-vis vom Wartehäuschen ist ein ähnliches Häuschen, genauer gesagt, zwei Häuschen, hintereinander. Zu klein für einen Warteraum, und vorallem ohne Sitzmöglichkeit. Einen Moment lang frage ich mich, um was es sich hierbei wohl handelt. Räume für das Bahnhofpersonal? Das macht keinen Sinn, sind doch darin keinerlei Apparaturen, durch welche etwas erledigt werden kann. Dann merke ich: das sind einmal Telefonzellen gewesen. Nur sind die Telefonapparaturen entfernt worden, ebenso die Anschriften auf den Türen, auf einem Kästen in den Zellen steht noch der Schriftzug ‚Swisscom‘. An den Türen sind Schlösser angebracht. Ich frage mich, ob es die Abschliessmöglichkeit früher, als Telefonzellen noch genutzt wurden, auch schon gab. Und wie lange die Zellen noch hier stehen werden.

Als hätte ich die Zeit angehalten

hartes Pflaster

Auf dem Weg zur Arbeit, im Bus, im kalten Winter. Ich stehe, viele andere Mitfahrende auch, einige sitzen. Ich löse meine Armbanduhr vom Handgelenk. Habe ich sie doch ein paar Tage nicht getragen; vorhin habe ich sie aufgezogen, die Uhr läuft nun wieder, nun muss ich nur noch die Zeit einstellen und das Datum justieren. Ich ziehe die Krone hervor, das Uhrwerk bleibt stehen, wie üblich, wenn die Krone nicht eingerastet ist. Ich blicke auf. Der Bus steht still, vor einer Ampel, die Mitmenschen um mich sind stumm, bewegungslos, wie erstarrt. Als wäre die Zeit angehalten worden – als wäre das Stillstehen meiner Uhr der Grund für das Gleich- oder Ab- oder Stillschalten der Menschen um mich herum. Die Zeit ist für einen kurzen Moment eingefroren, so fühlt es sich an. Eingefroren ist auch die Welt ausserhalb des Busses, aber temperaturbedingt.

Amsterdam II

An einem neuen Ort gibt es jeweils immer so viel zu entdecken. Am Ende, wenn man dann wieder abreisen muss, hat man nur einen Bruchteil gesehen. Aber das reicht, und man muss nicht das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben.

Häufig sieht man an einem neuen Ort zufällig Dinge, weil einfach das Timing stimmt, weil man Glück hat.

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Kanufahrer in Amsterdam

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IMG_2455 Der Fund Nemos IMG_2464 Die Sicht vom Nemo-Museum aus IMG_2466

IMG_2454 Eine Ähnlichkeit mit einer italienischen Kaffeemaschine ist dem Ding im Wasser nicht abzustreiten IMG_2524 Gut zu wissen: Es gibt gute Hotels in Amsterdam IMG_2430 Der Baum auf dem Gebäude hat es mir irgendwie angetan IMG_2427 Rechts die Fassade des Hotels IMG_2404