Muse, am 11. Mai 2016 in Zürich

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Mein drittes Muse-Konzert, davon das erste in Zürich. Schon eine ganze Weile höre ich Muse, vielleicht bin ich kein Fan der ersten Stunde, aber doch schon sicher seit 12 oder mehr Jahren höre ich ab und an gerne die Musik der Briten. So auch gestern im Hallenstadion in Zürich. Um etwa halb acht im Stadion innen angelangt, war noch der Auftritt der Vorband am Andauern. Eine Vorband, deren Namen ich nicht kannte (und immer noch nicht kenne, und auch nicht zu kennen brauche). Vorbands vermögen mich in der Regel gar nicht zu fesseln, und so war es auch gestern. Ich habe nichts gegen Vorbands, wohlverstanden, der Gedanke davon ist ja ein ganz guter, und es kann auch sein, dass ich so neue Musik entdecke, die mich zu begeistern mag. Nur ist dieser Tag noch nicht eingetroffen bis heute.

Wie auch immer, dann bald einmal war die Musik der Vorband verstummt, und ein Ansager hiess uns, das Publikum, willkommen. „Willkommen, Köln“, sagte der Ansager, vielleicht war es auch der Name einer anderen deutschen Stadt, ich weiss es auch nicht mehr, oder überhaupt, vielleicht habe ich mich auch nur verhört, und es gab keinen solchen Versprecher. Ist ja auch egal. Es wurde darum gebeten, dass nicht geblitzt wurde während dem Konzert, wegen der Bühnenshow, den Effekten. Aber fotografieren und filmen, das solle man nach Lust und Laune (und das wurde später dann auch ausgiebig gemacht).

Dann, mit akzeptabler, nicht grosser Verspätung, begannen Muse zu spielen. Muse, am 11. Mai 2016 in Zürich weiterlesen

wenn die Musik spielt

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Beim Essen. In der Hotelbar wird Piano gespielt. New York, New York. Plötzlich, singt der Pianist mit, jedenfalls die Worte aus dem Liedtitel entfliehen seinem Mund. Die Musik ist okay, passend für den Moment. Ich frage mich, warum in Hotelbars immer dieselben Lieder gespielt werden. Doch dieser Gedanke ist sicher ein unfairer. Schon nur deshalb, weil die gespielten Lieder wohl jene sind, die die Leute hören wollen.

Eine Viertelstunde später. In der Tonhalle, ein Kammerorchester spielt Beethoven. Dirigent ist ein Brite mit Jahrgang 34, mit soviel Freude bei der Sache. Jedoch deutlich geschwächter als noch vor zwei Jahren. Die gespielte Musik ist fesselnd, perfekt zum Alles-vergessen, den Alltag, und, so paradox es auch klingen mag, gar auch die Musik. Es muss wohl Entrückung sein.
Nach der Pause. Es wird geklatscht. Ausgiebig. Und dann wird aufgestanden. Die Musik ist vorbei. Manchmal vergeht ja die Zeit schnell, wie im Flug, dass kennt man, das kommt oft vor, idealerweise. Aber dass Zeit auch in Überschallgeschwindigkeit dahinrasen kann, oder so, als wäre sie einfach so geskippt worden (und dennoch fehlt die Erinnerung nach dem Erlebten, Gehörten nicht), das erlebe ich heute zum ersten Mal.

verpuffte Eile

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Es ist Freitagabend. Die Adventszeit eilt dahin, ich ebenso, in den Lauben der Stadt. Ich komme wie so oft abends am Schweizer Hof vorbei, mit schnellem Schritt. Die Hektik der Mitmenschen hat sich auf mich übertragen, dies, obschon Wochenende ist, obschon ich jetzt eine Woche Ferien habe.
Dann höre ich ein Lied. Eines, das mir bekannt vorkommt, das mich beim zweiten Hinhören an meine Jugendzeit erinnert. „The bad touch“, von der Bloodhound Gang. Beim Vorbeigehen sehe ich: ein Strassenmusiker trägt es vor, am Boden sitzend, mit Gitarrenspiel.
Ich muss schmunzeln, wegen dem Lied, das auf diese Art vorgetragen, nur mit Gitarrenbegleitung, so ganz und gar nicht an diesen Ort passt, und dennoch oder gerade darum gerade perfekt ist. Die Eile ist verpufft, das Lied bleibt an mir hängen, auch als ich es nicht mehr hören kann. Es braucht wenig, um wieder auf den Boden geholt zu werden. Oder ist das Gegenteil der Fall, finde ich mich in einem Zustand der Entrücktheit wieder? – Egal, es fühlt sich gut an.

The Midnight Beast

Durch Zufall habe ich kürzlich The Midnight Beast entdeckt.

The Midnight Beast, das ist eine britische Band, die vor ein paar Jahren bekannt wurde durch eine witzige Youtube-Parodie eines Ke$ha-Songs. Dieser Tage gibt es gar eine TV-Serie auf E4, die den Namen der Band trägt und in welcher es um – wohl erfundene – Erlebnisse des Sängers Stef und seinen beiden mehr oder weniger intelligenten Band-Kollegen geht.

Die Serie ist einfach grandios und macht Lust auf mehr.

Gestrige Musik heute angehört

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Spannend: der (meist englischsprachigen) Musik aus meinen Jugendjahren, den 90er- und ersten Nulljahren, zu lauschen – und, neu – auch zu verstehen!
Damals gab es noch kein Frühenglisch, erst ab der siebten Klasse kam man in den Genuss des Erlernen der Weltsprache.

Es ist zwar nicht so, dass sich mir durch das Verstehen der damaligen Lieblingssongs neue Welten eröffnen.
Nein, nicht sehr überraschend sind die Songtexte oft sehr … sinnfrei.

Auf seltsame Art und Weise löst das Hören der alten Lieder ein Déjà-vu aus: So, wie das Hören der auf Englisch gesungenen Lieder damals war, so verhält es sich heute mit dem Hören von russischen Liedern: da verstehe ich zwar immer mehr einzelne Wörter, die Sätze oder gar die Botschaft des Liedes (sofern denn vorhanden) jedoch erschliessen sich mir noch nicht.

Interessant! So vieles wiederholt sich.

Laut gedacht …

Oasis

Durch einen Zufall bin ich heute im Internet auf das Lied „Let There Be Love“ von Oasis gestossen.
Das war toll, mochte ich die CD „Don’t Believe the Truth“ von der „weltbesten“ Band in meinen Jugendjahren doch sehr. Damals, das war im Jahr 2005, und ich war da gerade mal 19 Jahre alt.

Ich frage mich ja, wenn die Leute in hundert Jahren die Clips aus unserer Zeit schauen (die es dann hoffentlich noch geben wird), z.B. „Let There Be Love“ oder auch das tolle „The Importance Of Being Idle“, ob dann gedacht wird, ob es in 2005 noch keine Farbfilmerei sondern nur SW gab 🙂