blutende Herzen

Heartbleed

Ist die Zeit der blutenden Herzen eigentlich wieder vorbei? Oder was ist der aktuelle Stand?

So laut die Nachricht verkündet wurde vor ungefähr einem Monat, so still ist es inzwischen (zumindest bei der Tagespresse) geworden um die Causa ‚Heartbleed‘.
Medien wollen doch informieren, warum hört man dann nichts mehr von der Sicherheitslücke und der Behebung ebenjener?
Heartbleed betrifft schliesslich uns alle, irgendwie.

Griechenland, 2005

In 2005 war die Diplomreise unserer damaligen Klasse – mit der Fähre ging es für ungefähr eine Woche nach Griechenland.
Die nachfolgenden Bilder sind mir heute begegnet, sie sind damals alle mit dem Handy gemacht worden.
Absurderweise sehen die Bilder zum Teil fast „lomo-mässig“ aus.
Die Qualität der Bilder ist bemerkenswert schlecht, die Zeit in Griechenland jedoch war toll.

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Auf der Rückreise – der Bahnhof Milanos

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Zweihundert und ein Tier reisen nach Afrika

Eine Zugfahrt, die ist lustig

Zweihundert und ein Tier wollen nach Afrika. Mithilfe von Motorbooten machen sie sich auf den Weg dorthin.
Da es ihnen in Afrika nicht gefällt, kehren sie mit den Motorbooten wieder zurück in die Schweiz.

Das ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seiner Mutter ein Abteil weiter vorne im Zug sitzt.

Die Mutter ist nicht vollends überzeugt ab der Realität der Geschichte. Und sie meint, die Tiere seien dumm; zuerst nach Afrika gehen, und dann wieder zurück. Und überhaupt, Motorboote, das sei doch nicht realistisch!

So wird die Geschichte vom Jungen immer weiter ausgeschmückt, in der etwa vierten Version haben die Kühe (jetzt ist bloss noch von Kühen die Rede) auch noch Harleys mit dabei in den Motorbooten während der Überquerung des Meeres. Später kommen gar noch Panzer in der Geschichte vor.

Wir, die Mitreisenden, sind bestens unterhalten.

Eine Zugfahrt, die kann tatsächlich lustig sein.

Der gelbe Schirm

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Der Frühling ist in der Stadt. Ausnahmsweise regnet es nicht.
Ein paar Tastenschläge und der Computer verrät mir, dass es draussen 12 Grad warm ist.
Früher erhielt ich dieselbe Information von einem Thermometer, welches die Gradanzeige von einem Sensor auf dem Balkon erhielt. Die Batterie des Sensors ist leer. Ersetzt wurde der Stromspender nicht, da es ja heutzutage nützliche Wetter-Apps gibt – wobei ich insgeheim bezweifle, dass die Genauigkeit mit dem Aussenthermometer mithalten kann.

Nicht ohne den leichten Mantel und die Kamera zu vergessen, verlasse ich die Wohnung. Ein Tram bringt mich in die Stadt. Es ist Nachmittag, und aufgrund des bereits tiefen Sonnenstandes bleibt das meiste Licht an den Dächer der Häuser hängen. Ich gehe durch die Stadt, gelange dorthin, wo die Häuser weniger dicht nebeneinander stehen.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt schon kennend, fotografiere ich nicht die (verbleibenden) Bären unten an der Nydeggbrücke und auch nicht das ewig mit einem Gerüst verkleidete Münster. Ich fotografiere Touristen, die scharenweise in Bussen hergebracht werden. Und Details, wie z.B. die roten Hände, die an der Unterseite eines grünen Dachs angemalt worden sind. Und einen gelben Schirm der beim Auffangnetz an der Münster-Plattform eine vorläufige Endstation erreicht hat. Und einen Jungen, der rastlos vor dem Matte-Lift auf und ab geht, die Hände hinter dem Rücken, darin befindlich das oft gesehene Telefon mit dem Apfellogo.
Ich frage mich, was den Jungen so unruhig macht. Auf die Frage werde ich keine Antwort erhalten.

Auch die Frage, wie der gelbe Schirm ins Auffangnetz gelangt ist, wird unbeantwortet bleiben.

Luxemburg

Die Ankunft in Luxemburg am Freitag war vorallem auch geprägt von der Suche nach dem Hotel; das Finden der Unterkunft war aufgrund eines in der Schweiz vergessenen Navigationsgerätes und nicht vorhandenem Kartenmaterial nicht ganz einfach.

Schlussendlich gelangten wir dann doch noch zum Hotel, welches etwas abseits der Ville de Luxembourg lag. Ein hässlicher Betonklotz inmitten einer grossen Waldfläche. Ein hässlicher Betonklotz zwar, innen jedoch durchaus komfortabel eingerichtet.

Am nächsten Tag, Ostersamstag, war dann eine erste Erkundungstour im der Hauptstadt des Grossherzogtums angesagt.
Es ist irgendwie merkwürdig, wenn man aus einem so kleinen Land wie der Schweiz ist, und sich dann noch in ein noch viel kleineres Land reist.
Als Schweizer ist man es sich gewohnt, aus einem Zwergstaat zu kommen, der in der Regel ein Vielfaches kleiner ist als die gewählte Reisedestination.

Die Stadt Luxemburg weiss zu gefallen, vorallem der Place de l’Arme und und die Region drumherum.
Die Stimmung in der Stadt ist alles andere als hektisch (vielleicht auch bedingt durch die Ostertage), die Architektur der Gebäude zumeist bemerkenswert.

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La passerelle de l’utopie

la passerelle de l'utopie

Gestern in Neuchâtel am See habe ich sie entdeckt: Die passerelle de l’utopie. Schon der Name vermag mich zu begeistern.
Und die Machart des Aussichtssteg braucht sich auch nicht zu verstecken. Die Passerelle gleicht einer Waage, die eine Seite mit dem Boden der realen Welt verankert, die andere frei schwebend im Reich der Fantasie, einer utopischen Welt.

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Schwarzweiss kann auch passen, wenns um Utopien geht – oder?

(un)auffällige Leica

Seit drei Jahren bin ich nun schon im Besitze einer Leica M6.
Den Kauf der Kamera, welche vermutlich nicht viel jünger als ich ist, wenn denn überhaupt, habe ich nie bereut.

Dadurch, dass alles manuell eingestellt werden muss, habe ich viel über die Fotografie gelernt, und ich habe Gefallen an der Gattung der Messsucherkamera gefunden. Die Haptik der M6 ist einzigartig, und die Kompaktheit der Kamera und vorallem jene der auch M-Objektive weiss ich sehr zu schätzen.

Man kann viel lesen über die Kameras aus dem nördlichen Nachbarstaat. Unter anderem auch, dass eine Leica äusserst diskret sei aufgrund ihres unauffälligen Äusseren und des kaum hörbaren Verschlussgeräusches. Leise sind die M-Kameras zweifelsohne, und unauffällig mögen sie auch einmal gewesen sein. Doch meiner Erfahrung nach ist die Sache mit der Unauffälligkeit vorbei.

Wenn ich mit meiner M6 fotografiere, so werde ich ausserordentlich häufig auf die Kamera angesprochen. Heute geschah dies gar zwei Mal. Von vielen wird die Kamera als Leica erkannt, oder das altehrwürdige Erscheinungsbild der M weiss zu erstaunen und oder zu gefallen in der heutigen Welt, in der das Digitale das Analoge schon ziemlich verdrängt hat.

Ich finde das Angesprochen-werden meistens toll; entstehen so doch oftmals spannende Dialoge mit Kameraliebhabern. Doch die Diskretheit kann eine Leica-Kamera – egal ob digital oder analog – nur noch bedingt für sich beanspruchen, finde ich.