Luxemburg

Die Ankunft in Luxemburg am Freitag war vorallem auch geprägt von der Suche nach dem Hotel; das Finden der Unterkunft war aufgrund eines in der Schweiz vergessenen Navigationsgerätes und nicht vorhandenem Kartenmaterial nicht ganz einfach.

Schlussendlich gelangten wir dann doch noch zum Hotel, welches etwas abseits der Ville de Luxembourg lag. Ein hässlicher Betonklotz inmitten einer grossen Waldfläche. Ein hässlicher Betonklotz zwar, innen jedoch durchaus komfortabel eingerichtet.

Am nächsten Tag, Ostersamstag, war dann eine erste Erkundungstour im der Hauptstadt des Grossherzogtums angesagt.
Es ist irgendwie merkwürdig, wenn man aus einem so kleinen Land wie der Schweiz ist, und sich dann noch in ein noch viel kleineres Land reist.
Als Schweizer ist man es sich gewohnt, aus einem Zwergstaat zu kommen, der in der Regel ein Vielfaches kleiner ist als die gewählte Reisedestination.

Die Stadt Luxemburg weiss zu gefallen, vorallem der Place de l’Arme und und die Region drumherum.
Die Stimmung in der Stadt ist alles andere als hektisch (vielleicht auch bedingt durch die Ostertage), die Architektur der Gebäude zumeist bemerkenswert.

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Wie es fast in jeder Stadt so üblich ist, ist die Grenze der „Touristenzone“ schnell erreicht. Die Gebiete, in denen sich keine (oder nur sehr wenige) Touristen befinden, verraten einem oftmals doch mehr über eine Stadt als die herausgeputzten, auf Hochglanz polierten Vorzeige-Stadtteile.

Am Abend des selben Tages, so gegen fünfzehn Uhr, gelangen wir zum Chambre des Députés, wo jeweils das luxemburgische Parlamanent zusammen kommt.
Vor dem Parlamentsgebäude hat sich eine fröhliche, dem Alkohol wohl nicht ganz abgeneigte Gruppe Deutscher oder Österreicher eingefunden. Zwei der Gruppenmitglieder haben sich zuoberst auf der kurzen Treppe vor dem Gebäude positioniert, und haben Spass daran, dem „gemeinen Volk“ unten zuzuwinken, natürlich mit der Bierflasche in der Hand.

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Ein Mitglied der Gruppe sieht mich, mit der Kamera in der Hand, und die junge Frau vermutet wohl einen Journalisten in mir, denn sie ruft: „Wir kommen vielleicht morgen in der Lokalausgabe!“
Es gelingt mir nicht, das Missverständnis aufzuklären, und das ist auch nicht schlimm – wohl eher im Gegenteil; habe ich doch durch meine blosse Anwesenheit vermutlich für eine weitere Anekdote des Geschichtenfundus der fröhlichen Gruppe gesorgt.

Am Tag darauf, an Ostern, wurden dann weitere Teile Luxemburgs besichtigt – die Stadt hat einige wunderbare Plätze mit tollem Ausblick – und ganz viel Grünfläche.

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Der Aufenthalt im Grossherzogtum war angenehm. Im Vorfeld der Reise hat mir jemand gesagt, dass Luxemburger im Umgang nicht besonders herzlich sind. Diese Meinung kann ich nicht teilen, im Gegenteil. Ich empfand die (zugegeben nicht sehr vielen) Luxemburgerinnen und Luxemburger, die uns begegnet sind, als herzlich und offen – auch entstand manchmal bei den Einheimischen eine Art charmante Belustigung darüber, wenn aufgrund unserer Gespräche untereinander auf Schweizerdeutsch erkannt wurde, dass wir Schweizer sind.

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2 Gedanken zu „Luxemburg“

  1. Sehr schöne Aufnahmen! Ich habe vier Jahre lang in Luxembourg gearbeitet und geniesse ab und an noch ein Wochenende dort! Wirklich eine Reise wert!

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