ds rote Bössli

Selbstfahrender Bus, Bern, 07.2019Der selbstfahrende Bus, der im Marzili und in der Matte in geringem Tempo herumkurvt derzeit.

Im Moment ein ziemlicher Publikumsmagnet, dieses „Bössli“, einerseits wegen dem Jöö-Faktor, andererseits sicher deshalb, weil es – hier – etwas noch nie Gesehenes ist, so ein Fahrzeug ohne Fahrer/in (ohne Fahrer/in, aber mit Begleitperson, die eingreifen könnte, wenn es nötig wäre).

Die Zukunft klopft wohl bereits an die Tür.

Keanu Reeves

Московский Кремль

In den Nachrichten-Feeds sind ja aufs Ganze gesehen vermutlich die Negativ-Schlagzeilen überwiegend. Und bei Hollywood-Schauspieler/innen, da wird ja auch gerne und viel und und vor allem Negatives geschrieben.

Da vermag es mich zu erstaunen, ausserordentlich Positives zu lesen, und zwar über Keanu Reeves, vor etwas über zwei Wochen diesen Artikel, und nun noch jenen (gut, bei der NZZ-Kolumne geht es um die nicht verlorene Bodenständigkeit Reeves, und die Frage, warum eine solche noch vorhandene Bodenständigkeit es wert ist, darüber zu berichten). Wie auch immer, Personen wie Reeves geben einem oder zumindest mir ja Hoffnung (für die Menschheit – um es pathetisch auszudrücken), wenn man denn dem Geschriebenen glauben darf – was ich gerne tue in diesem Fall.

 

Mängisch fäut öppis, u mängisch isch das ganz guet.

Mängisch fäut öppis, u mängisch isch das ganz guet.

Manchmal fehlt etwas, und manchmal ist das ganz gut.

Was auf diesem Bild fehlt, ist nicht offensichtlich, zumindest wenn man den Ort nicht kennt. Und auch wenn man den Ort kennt, mag es nicht unbedingt ins Auge springen.
Es fehlen die Autos, die hier sonst parkiert sind. Wobei, fehlen ist ja vielleicht nicht ganz richtig ausgedrückt; es sind keine Autos abgestellt – so ist es wohl präziser. Dass der Nydeggstalden frei von Autos ist, das kommt eigentlich nicht vor. Dass es zum Zeitpunkt der Aufnahme so war, ist wohl dem E-Grand-Prix, der am Vortag stattfand, geschuldet.

Eine schöne Folgewirkung des E-Rennens.

wie am Meer, aber nicht auf dem Mars

Bern, 6. April 2019

Es ist warm in der Stadt. Über 30 Grad. Auch unter den Sonnenschirmen vor den Beizen in der Innenstadt. Unter einem jener Schirme. Die Windstösse, die regelmässig sanft etwas Abkühlung – für ein paar Sekunden zumindest – bringen, sind willkommen. Fast fühlt es sich an, als wäre man am Meer, welches für die Bewegung in der Luft sorgt. Doch Meer haben wir hier keines.

Ein Tram fährt vorbei. Auf einer darauf angebrachten Werbung werden Marsianer willkommen geheissen.

Bern, 10. Juli 2016

Karussells und die Tristesse

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Karussells – das ist ja etwas, das Spass erzeugen soll, ebendafür da ist. Vorallem bei Kindern, natürlich. Aber nicht nur.

Auf mich haben Karussells (dieser Tage) jedoch eine triste Wirkung. Ich weiss auch nicht, warum. Ich habe nichts gegen diese aufwändig erstellten technischen Maschinerien, die (manchmal) liebevoll verziert sind. Und als Kind hatte ich sicherlich Freude daran, ich weiss es nicht mehr.

Am ersten Mal ist es mir heuer an der Bümplizer Chilbi aufgefallen, die Tristheit bei den genannten Objekten. Es lag vielleicht daran, dass es fast keine Leute hatte an der Chilbi, das lässt die Karussells (und den Vergnügungspark) natürlich nicht sonderlich vergnüglich aussehen. Vielleicht lag es aber auch an den alten, in die Jahre gekommenen Anlagen. Bei welchen es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, wie lange sie noch genutzt werden dürfen. Ob „Rösslispiele“ dieser Tage immer noch produziert werden? Vielleicht. Ich weiss es nicht. Vielleicht ist es ja das verzweifelte letzte Aufbäumen der Jahrmärkte, das ich spüre.

Wie auch immer. Gerade in der Tristesse liegt ja auch eine bestimmte Schönheit. Und jene Schönheit tragen die Karussells nun jedenfalls.