Kopenhagen 1

Mit dem Zug geht es von Malmö zurück nach Kopenhagen. Die herunterklappbaren Tische im Zug erinnern mich an „Glettibrätter“ (Bügelbretter).

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Das erste, das in Kopenhagen auffällt, nach dem Verlassen des Hauptbahnhofes, ist ein offensichtlich nicht ganz nüchterner Mann, der ein Velo zu Boden stösst. Jemand ruft ihm etwas zu, und das Velo wird, wortlos, wieder aufgestellt. Velos, das merke ich später, hat es hier, wie auch in Malmös, viele. Auch viele, die am Boden liegen – doch das ist wohl nicht dem vorhin genannten Mann geschuldet, sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit dem Wind, der hier nicht selten seine Aufwartung macht. Die Velofahrenden sind hier stets in einem beachtlichen Tempo unterwegs, und man muss als Fussgänger aufpassen, nicht auf eine der Velospuren zu gelangen.

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Der Moment vor der Grün-Schaltung der Ampel Kopenhagen 1 weiterlesen

Wolken wirken nie unsicher oder gar ängstlich.

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Der Sommer hat sich entschieden, uns mit seiner Anwesenheit zu beehren. Tagsüber ist es zumeist warm, gleissend hell und ganz angenehm. Abends freue ich mich, wenn es mir gerade noch gelingt, zuhause zu sein bevor sich die Regenschleusen öffnen und die Gewitter aktiv werden. Sommergewitter eben, wie wir sie kennen und zuweilen auch mögen. Beim heutigen Stadt-Durchqueren wird die Stadt zurückverwandelt, der Frauenlauf ist vorbei. Die Wetter-App auf meinem Handy hat Gewitter verkündet ab 17 Uhr. Kurz vor 17 Uhr liegt auch tatsächlich etwas in der Luft, mindestens eine kräftige Prise Wind. Staub wirbelt durch die Gegend, und die mittlerweile nicht mehr von der Sonne beleuchtete Zähringerstadt wirkt mysteriös, und, als plötzlich Luftballons – ein jeder sich vom anderen unterscheidend in Form und Farbe – in die Luft steigen, hin und her wirbelnd, doch eindeutig Richtung Himmel, kommt eine fast gespenstische Stimmung auf. So schnell die Ballons plötzlich aufgestiegen sind, so schnell sind sie aus meinem Sichtfeld verschwunden. Es bleibt der Wind. Und die Wolken, die immer wieder neue Formationen wählen. Wären sie eine Armee, so würde ein Eindruck von Unsicherheit entstehen, bei soviel Neu-Anordnung, ja gar Ängstlichkeit könnte vermutet werden. Doch bei Wolken ist das anders. Wolken wirken nie unsicher oder gar ängstlich.

Schon fast Sommer

Fast Sommer

Die Tage sind länger und heller – wenn es nicht gerade wie aus Kübeln schüttet – ja, heller, so hell, dass es eigentlich nötig wäre, bei der Kamera die Blende etwas zu drosseln. Doch irgendwie wäre das schade, mit einer weniger offenen Blende zu fotografieren, zwar logisch und sicherlich am sinnvollsten, überbelichtete Bilder sind ja verpönt. Einen Filter, der etwas Licht vorenthalten würde, habe ich nicht dabei, wie meistens. Dafür die Sonnenbrille, die, da sie polarisiert ist, wunderbare Himmel aufzeigt. Wunderbare Himmel, die dann fotografiert werden, und wenn ich das gemachte Bild zuhause auf dem Bildschirm ansehe, sieht es viel langweiliger aus. Doch zum Glück lässt sich das anpassen, damit es so aussieht, wie in meiner Erinnerung. Diesen Anspruch habe ich beim Fotografieren; dass die fertigen Bilder so aussehen, wie ich das Sujet beim Abdrücken wahrgenommen habe. Das hat nicht immer nur mit der Realität zu tun; manchmal zwar schon, dann ist wie gesagt zum Beispiel verdunkeltes Sonnenbrillenglas im Spiel, manchmal aber auch ein nicht tatsächlich existenter Filter, ein gefühlsbasierter, der vielleicht nicht gerade rosa ist, aber eben auch nicht nur durchsichtig und farblos.
In der Stadt sind gefühlt viel mehr Touristen in der Stadt unterwegs als in vorherigen Jahren. Und auch viel mehr Strassenmusikantinnen und – musikanten gibt es, und sogar ein als Transformer maskierter Mann buhlt an den belebten Plätzen um Aufmerksamkeit.
Allmählich darf das eiskalte Gletscherwasser, das durch die Stadt fliesst, etwas versiegen, und der Fluss wärmer werden. Dann ist der Sommer da, und so, wie ich ihn mir wünsche.

Gurten

Der heutige Sonntag war ein Prachtstag.

Anstatt in die Ferne zu schweifen, habe ich mich dazu entschlossen, wieder einmal auf den Berner Hausberg Gurten zu gehen. Wobei: Für mich als jemand, der aus dem Oberland kommt, ist der Gurten ja nicht wirklich ein Berg, sondern vielmehr ein Hügel.

Wie auch immer: Der Ausflug war schön, und wie das bei mir so üblich ist, habe ich natürlich auch ein paar Fotos gemacht.
Unten schon mal die mit der DSLR gemachten Bilder. Die mit der Holga produzierten Fotos werden nachgereicht, sofern sie denn etwas taugen – das weiss man jeweils nicht so genau 🙂

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