Der gelbe Schirm

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Der Frühling ist in der Stadt. Ausnahmsweise regnet es nicht.
Ein paar Tastenschläge und der Computer verrät mir, dass es draussen 12 Grad warm ist.
Früher erhielt ich dieselbe Information von einem Thermometer, welches die Gradanzeige von einem Sensor auf dem Balkon erhielt. Die Batterie des Sensors ist leer. Ersetzt wurde der Stromspender nicht, da es ja heutzutage nützliche Wetter-Apps gibt – wobei ich insgeheim bezweifle, dass die Genauigkeit mit dem Aussenthermometer mithalten kann.

Nicht ohne den leichten Mantel und die Kamera zu vergessen, verlasse ich die Wohnung. Ein Tram bringt mich in die Stadt. Es ist Nachmittag, und aufgrund des bereits tiefen Sonnenstandes bleibt das meiste Licht an den Dächer der Häuser hängen. Ich gehe durch die Stadt, gelange dorthin, wo die Häuser weniger dicht nebeneinander stehen.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt schon kennend, fotografiere ich nicht die (verbleibenden) Bären unten an der Nydeggbrücke und auch nicht das ewig mit einem Gerüst verkleidete Münster. Ich fotografiere Touristen, die scharenweise in Bussen hergebracht werden. Und Details, wie z.B. die roten Hände, die an der Unterseite eines grünen Dachs angemalt worden sind. Und einen gelben Schirm der beim Auffangnetz an der Münster-Plattform eine vorläufige Endstation erreicht hat. Und einen Jungen, der rastlos vor dem Matte-Lift auf und ab geht, die Hände hinter dem Rücken, darin befindlich das oft gesehene Telefon mit dem Apfellogo.
Ich frage mich, was den Jungen so unruhig macht. Auf die Frage werde ich keine Antwort erhalten.

Auch die Frage, wie der gelbe Schirm ins Auffangnetz gelangt ist, wird unbeantwortet bleiben.

The Midnight Beast

Durch Zufall habe ich kürzlich The Midnight Beast entdeckt.

The Midnight Beast, das ist eine britische Band, die vor ein paar Jahren bekannt wurde durch eine witzige Youtube-Parodie eines Ke$ha-Songs. Dieser Tage gibt es gar eine TV-Serie auf E4, die den Namen der Band trägt und in welcher es um – wohl erfundene – Erlebnisse des Sängers Stef und seinen beiden mehr oder weniger intelligenten Band-Kollegen geht.

Die Serie ist einfach grandios und macht Lust auf mehr.

Bildschirmaktivitäten aufnehmen (Mac)

Man lernt immer wieder Neues: Gestern habe ich festgestellt, dass unter Mac OS mit dem Quicktime Player die eigenen Bildschirmaktivitäten aufgenommen werden können.

Einfach den QT Player öffnen, „Ablage“ wählen, dann „Neue Bildschirmaufnahme“.

Praktisch!

2013 – Rückblick

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Und wieder ist ein Jahr vorbei.
2013 – das war ein turbulentes Jahr, ein Jahr, welches für mich wie im Flug vergangen ist.

Seit nun doch einiger Zeit gibt es diesen Blog hier, und immer noch finde ich Gefallen am ins-Internet-schreiben.
Im 2013 bin ich viel gereist und habe viel fotografiert – darum erstaunt es wohl nicht, dass es hier im Blog fast ausschliesslich ums Reisen und Fotografieren ging.

Im Frühling war ich unter anderem in Strasbourg und in Stuttgart, im Sommer in Russland, wo ich erstmals meine neu erworbenen, sich noch im Aufbau befindenden Russisch-Kenntnisse austesten konnte. Im Herbst wurde Kiew ein Besuch abgestattet.

Aber auch über die Schweiz gab es einiges zu berichten: z.B. hier und da.

Im Mai fand der Tanz dich frei-Event in Bern statt, welcher dann spätabends ziemlich ausartete. Ich fotografierte und nahm einen kurzen Film auf, den ich dann auf Youtube stellte. Das Filmchen fand unerwarteten Anklang; rasch wurden fast 30’000 Klicks erreicht. Das Filmchen wurde von diversen Tageszeitungen aufgegriffen, u.a. vom Boulevard-Blatt „Blick“. Interessanterweise war der Blick von den Zeitungen die einzige, welche fragte, ob der Clip auf der Blick-Website verwendet werden durfte. Youtube lancierte in diesem Jahr eine Schweizer-Startseite, und eine kurze Zeit lang war besagter Clip dort auf der Startseite prominent vertreten. Auch das Schweizer Fernsehen fragte an, ob der Clip für die Abendnachrichten verwendet werden dürfe, und auch eine russische News Agentur bekundete ihr Interesse.
Sehr spannend waren die Kommentare zum Video, welche zum Teil mehr als fragwürdig waren und eine Moderation erforderten. 2013 – Rückblick weiterlesen

Another christmas is over.

Es gibt zwei Arten von Menschen:

Jene, die nach Weihnachten den Tannenbaum noch eine Weile in der warmen Stube behalten und sich am Anblick des Bäumchens erfreuen, bis die Nadeln ausfallen. Und jene, die den Tannenbaum raschmöglichst loswerden nach den Feierlichkeiten.

Laut gedacht …

Oasis

Durch einen Zufall bin ich heute im Internet auf das Lied „Let There Be Love“ von Oasis gestossen.
Das war toll, mochte ich die CD „Don’t Believe the Truth“ von der „weltbesten“ Band in meinen Jugendjahren doch sehr. Damals, das war im Jahr 2005, und ich war da gerade mal 19 Jahre alt.

Ich frage mich ja, wenn die Leute in hundert Jahren die Clips aus unserer Zeit schauen (die es dann hoffentlich noch geben wird), z.B. „Let There Be Love“ oder auch das tolle „The Importance Of Being Idle“, ob dann gedacht wird, ob es in 2005 noch keine Farbfilmerei sondern nur SW gab 🙂