über Rolltreppen

Felix Schwenzel schreibt auf wirres.net über die Moskauer Metro, und Rolltreppen:

[…] alle stehen rechts und halten die linke seite frei, für eilige mitmenschen. warum das überall auf der welt klappt, nur in deutschland, ist eine frage, die wahrscheinlich immer unbeantwortet bleiben wird. […]

Lustig. Ich habe ja immer gedacht, die Schweiz sei das einzige Land der Welt, in welchem die Sache mit dem rechts-stehen und links-die-Seite-frei-halten nicht klappt :).

Doctor Who

Seit neustem ist auf Netflix die neunte Staffel von Doctor Who verfügbar (dafür fehlen jedoch nun die ersten vier Staffeln (und im amerikanischen Netflix ist die Serie scheinbar gar nicht mehr vorhanden)). Für mich Anlass genug, ein paar Worte über die Serie zu schreiben.
Entdeckt habe ich Doktor Who erst im letzten Jahr, Netflix sei dank. Bilder der blauen Polizeibox habe ich natürlich auch schon gesehen, jedoch nie in Verbindung gebracht mit der britischen Serie. Ich wusste nur, dass Neil Gaiman Folgen für die Serie geschrieben hat.
Doctor Who gibt es schon sehr lange. Gemäss Nachschlagen im Internet seit 1963. Die klassische Serie, die damals begann, dauerte eine stolze Zeit lang; bis 1989.
Die neue Serie gibt es seit 2005.

Das Wichtigste über die Serie
Die Hauptperson ist, ja, tatsächlich, ‚Doctor Who‘. Ein intergalaktischer Kosmoplit. Ein Zeitreisender (oder auch ‚time lord‘), stammend vom Planeten Gallifrey, der sich allermeistens eben als ‚der Doktor‘ vorstellt, ausgibt. Doctor Who weiterlesen

Holland tickt anders

Naja, vielleicht nicht anders. Aber grösser. Oder so. Was mir nämlich schon nach der Ankunft in Holland im Dezember aufgefallen war: Die Leute hier tragen fast alle grosse, um nicht zu sagen riesige Armbanduhren, nicht nur die Männer, auch die Frauen. Richtig auffällig sind die bullig wirkenden, an den Handgelenken der Holländerinnen und Holländer angebrachten Uhrwerke.

Ah ja, und in einem Einkaufscenter, in Amsterdam, da ist ein Swatch-Shop, da wird grossartig Swissness verbreitet at its best, oder so (merci, Swatch):

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Grüezi, und tschüss.

Als hätte ich die Zeit angehalten

hartes Pflaster

Auf dem Weg zur Arbeit, im Bus, im kalten Winter. Ich stehe, viele andere Mitfahrende auch, einige sitzen. Ich löse meine Armbanduhr vom Handgelenk. Habe ich sie doch ein paar Tage nicht getragen; vorhin habe ich sie aufgezogen, die Uhr läuft nun wieder, nun muss ich nur noch die Zeit einstellen und das Datum justieren. Ich ziehe die Krone hervor, das Uhrwerk bleibt stehen, wie üblich, wenn die Krone nicht eingerastet ist. Ich blicke auf. Der Bus steht still, vor einer Ampel, die Mitmenschen um mich sind stumm, bewegungslos, wie erstarrt. Als wäre die Zeit angehalten worden – als wäre das Stillstehen meiner Uhr der Grund für das Gleich- oder Ab- oder Stillschalten der Menschen um mich herum. Die Zeit ist für einen kurzen Moment eingefroren, so fühlt es sich an. Eingefroren ist auch die Welt ausserhalb des Busses, aber temperaturbedingt.

Den Haag I

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Einen entspannten Eindruck macht Den Haag, machen die Leute hier. Ganz sicher liegt das nicht nur daran, dass Marihuana leicht erworben werden kann. Und auch die schnell fahrenden Velofahrerinnen und Velofahrer, die in eiligem Tempo daher rasen, tragen auch nicht dazu bei, dass ein Eindruck von Hektik entsteht (zumal hier die bei uns doch sehr verbereiteten E-Bikes hier praktisch nicht vorhanden zu sein scheinen).

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Eindrücklich ist der Strand bei Scheveningen, der mit einer grossen Weite aufzuwarten weiss, und mit sehr viel Sand. Es ist hier noch windiger als sonst in Den Haag, und der Sand fliegt in der Luft. Viele Kite-Surfende gibt es.

Dass Feiertage sind, merkt man nur bedingt. In den Geschäften, die offen haben, sind wahrlich grosse Menschenmengen anzutreffen. Von einer Festtagshektik, falls es sie denn hier gibt, ist nichts zu merken.

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Mit dem Wind hier ist es so eine Sache. Mal fegt er voller Wucht durch die Stadt, und so liegen viele Velos am Boden, das Wasser auf dem Fluss, der da neben dem Hotel liegt, scheint förmlich zu vibrieren. Und dann folgt wieder eine kurze Phase der (Wind-)Stille, und gleicht einem Moment der Erholung, des Verschaufens.

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Das sich täuschen und die Ungewissheit

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Manchmal, denkt man sich, wie sehr man sich doch in jemandem getäuscht hat. Und dann später feststellt, dass man sich geirrt hat; dass die neue Erkenntnis, die man glaubt, erlangt zu haben, und aufgrund der man glaubte, sich in jemandem getäuscht zu haben, so gar nicht stimmt. Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht. Die Ungewissheit, sie ist ein mieses Stück. Und dennoch können wir froh sein, gibt es sie. Alles wissen wollen wir nicht, und die Allwissenheit, sie wäre belastend und langweilig gleichzeitig.

Der Ferrari-Mann und ich

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Bild: Berlin, Sommer 2014

Es ist Ende September, und Sonntag, und der Abend hält langsam aber sicher Einzug. Ich sitze im Bus, heisse Marroni essend. Der Bus hält an, wegen einer roten Ampel. Nicht nur das Ampellicht ist rot, sondern auch der Ferrari, der neben dem Bus hält. Der Fahrer des italienischen Sportwagens (dessen Verdeck trotz eher kühlen Temperaturen offen ist) trägt ebenso wie ich eine Sonnenbrille. Das ist aber so in etwa alles, das wir gemeinsam haben – vermutlich. Der Ferrari-Mann blickt grimmig drein. Ich nicht. Ich bin glücklich, entnehme der Papiertüte in meiner Hand noch eine weitere leckere, heisse Marroni.