stilles Lautsein

Manchmal ist das Unaufällige besonders auffällig
Manchmal ist das Unaufällige besonders auffällig. Und trotzdem nicht laut.

In der Stadt. Immer noch ist es sehr kalt, aber die Sonne ist endlich wieder da, macht gnädigerweise doch noch ihre Aufwartung im neuen Jahr. Die Welt scheint ganz eine andere zu sein, als wäre ein Wechsel von Stumm- zu Tonfilm geschehen. Und dies trotz aktiviertem Noise Cancelling auf meinen Ohren.

Die Veränderung bleibt

Ohne Titel

KI rettet Leben, und nimmt Leben. Ähnlich wie wir Menschen. Wir haben auch die Möglichkeit, beides davon zu tun. KI wird quasi immer menschenähnlicher. KI ist wie ein Werkzeug. Zum Beispiel wie eine Schusswaffe (dieser Vergleich mag weit hergeholt sein, aber je länger ich darüber nachdenke, ist er ja doch sehr passend, in vieler Hinsicht). Eine Schusswaffe vermag Gutes zu tun (oder kann zumindest Schlechtes verhindern), aber auch viel Schaden anrichten. Und was auch eine Gemeinsamkeit mit den Schusswaffen ist; alle beide sind gekommen um zu bleiben. Egal, was man nun davon hält.

Hoffentlich nicht elend endend

Nachts mit dem Zug auf dem Weg nach Hause. Ich sitze im oberen Teil eines Doppelstöckers.
Immer wieder sehe ich Lichterketten bestehend aus Strassenlaternen, die die Strassen säumen, welche von der von uns befahrenen Schienen wegführen – und dann einmal aufhören. Aufhören – vielleicht hören sie tatsächlich dort auf, oder sie enden ausserhalb des Sichtfelds. So oder so hören sie irgendwann, irgendwo auf.
Im Gegensatz zu den Social Media-Feeds, die da von vermutlich Dutzenden Mitreisenden um mich herum und auch im restlichen Zug gerade jetzt durchgewischt werden. Ein nie endendes Wischen (die Autokorrektur auf meinem Telefon hat ja erst „endendes“ durch „elendes“ ersetzt).
So viel Elend, ich meine Endlosigkeit, wenn man sich das so vorstellt. Endlos – wie es das Leben nicht ist. Elend ist es hoffentlich auch nicht.

Gedanken zum Gedankenstrich

Erst dieser Tage habe ich gelesen, dass es eine Eigenart ChatGPTs sei, oft Gedankenstriche zu nutzen. Und dass man dies bei der KI-Assistenz nun mit einem Prompt ändern kann.

Daher sei mir gestattet auf folgendes hinzuweisen: obschon auf diesem Blog zuhauf Gedankenstriche zu finden sind – ob die Texte nun gedankenreich sind oder nicht – hier schreibt keine KI 😉

Die Sache mit den Demos

Palästina-Demo

An der Palästina-Demo letzten Samstag.

Ich bin nicht der einzige, der vor dem Käfigturm zuschaut, wie der Pulk gen Bundesplatz zieht.

Zwei Teenagerinnen neben mir beobachten das Ganze auch, auch die beschrifteten Kartonschilder, die da getragen werden. Auf vielen ist von Genozid die Rede. Eine Teenagerin sagt zur anderen, dass sie wisse, was ein Femizid ist, nicht aber, was ein Genozid sei.

Am Tag danach –  da ging es dann in den Medien weniger um Femizide und auch weniger um Genozide, sondern vor allem darum, was da so geschehen war in der Bundesstadt. Überreste dessen blieben noch eine Weile sichtbar (sind es vielleicht immer noch).   

Nach der Palästina-Demo

Manchmal ist es besser, nicht abzuheben.

Raumschiff unter dem Bundeshaus

Neulich habe ich ein Raumschiff entdeckt. Dessen Emissionen sind Pflanzen mit leuchtenden Blüten.

Ein nicht besonders glücklicher Umstand ist, dass das Raumschiff direkt unterhalb des Bundeshauses platziert ist. Daher kann es nicht wegfliegen, ohne dass das Bundeshaus ein- und den Hang gen Marzili hinabstürzen würde. Aber von Zeit zu Zeit stellt es die Triebwerke an – wenn die Welt ein bisschen mehr Buntheit vertragen kann.

Hitzegedanken

Diese Hitzetage. In der Stadt ist es besonders heiss. Da war es heute eine Wohltat, in die unterirdische, äusserst kühle Garderobe des Fitnesscenters zu gelangen. Doch da unten länger zu verweilen, ist nicht verlockend, da wären einerseits die Geruchskulisse, und ein schlechter Mobilempfang.

Die Sauna heute mutete weniger heiss an als üblich – bei näherer Betrachtung lag es nicht daran, dass der Körper mehr Hitze gewohnt ist. Der Ofen war lediglich auf 75 Grad Celsius eingestellt.

Ich bin fast versucht, ein Cartoon-Bild von der „KI“ generieren zu lassen, auf der ein Sauna-Gast einen Neuankömmling bittet, die Tür zu schliessen – nicht, dass die Hitze von draussen in die Schwitzstube schwappt. Die Zurückhaltung obsiegt, diese Worte hier müssen ausreichen. Manchmal, fast immer eigentlich, reichen Worte aus.