Die Fallas – was das genau ist, verraten z.B. Online-Enzyklopädien wohl besser als ich. Und die Ursprünge des Ganzen scheinen sowieso nicht ganz klar zu sein. Für mich jedenfalls waren die Fallas ein Bad in Menschen – in vielen Menschen – und vor allem auch ein Bad in Menschlichkeit. Und eines in Verrücktheit, Verzücktheit, Ergriffenheit, Demut, Glaube aber auch purer Freude. So wirklich zusammenfassen lässt sich das Ganze allerdings nicht, man muss es fast erlebt haben, um es selber zu begreifen. Wobei, die Fallas wirklich zu verstehen als Ausländer, ist wohl nicht möglich. Und auch gar nicht nötig.
Vom 14. bis 19. März konnte ich mir ein Bild des Geschehens in València machen – hier meine Eindrücke, in Bildern und ein paar wenigen Worten:
Bei der jeweils um 14 Uhr stattfindenden Mascletà. Die Valencianer lieben Feuerwerk.
Die Ofrenda de Flores – Zehntausende nehmen daran teil während zwei Tagen. Auf der Plaza de la Virgen werden dann die Blumen, die die Umzugsteilnehmenden mitgebracht haben, zu einem Kleid der riesigen Holzstatue der Heiligen Jungfrau der Hilflosen umgewandelt.
Vier Tage später sah es dann so aus: 
Am schönsten war es ja, die Umzüge nicht in der Stadt in den abgesperrten Strassen zu beobachten, sondern etwas ausserhalb – da, wo nicht etliche Zuschauer waren und zwei Welten aufeinander prallten – jene der motorisierten modernen Menschen und jene der stolzen, Tracht tragenden Dahinwandelnden – begleitet von anzugtragenden Musizierenden.
Aber im Stadtzentrum war es trotzdem auch spannend, die altmodischen Kleider mit den grellfarbenen Schaufenstern und bunten Lichtern der Stadt in Konkurrenz, das ist ein schöner Gegensatz zum bildlich festhalten. Und die Spiegelungen der Häuserfenster, die immer wieder neue Lichtsituationen kreierten.
Die Musik spielt fast überall.
Fallas – dafür gemacht, zu verbrennen – in Ordnung; vielleicht auch, um vorher auch noch etwas bewundert zu werden.

allein fühlen muss man sich nicht hier
Dafür kann man sich manchmal etwas benebelt fühlen, nach dem xten Feuerwerk.
Feuer-Umzug (Cabalgata del Fuego):

Ein Highlight sind sicher die Verbrennungen der Fallas, die sogenannten Cremàs. Ebenjene bedürfen eines grossen Mitwirkens der Feuerwehr. Eine der Feuerwehrsmänner hat mir gesagt, er ein nun schon an seiner 24. Fallas im Einsatz. Da weiss man wohl, woher der Wind weht – und von ebenjenem hat es wahrlich genug in der Meeresstadt València – was die Arbeit der Feuerbekämpfer wohl nicht vereinfachen dürfte. Noch unversehrt: 
Schon etwas weniger unversehrt:




















































Tolle Fotos! Schöne Eindrücke. Am besten gefällt mir das Foto in schwarz/weiß!
LikeLike
Danke!
LikeLike