Zagreb II

IMG_20150521_204154_edit

Andere Länder, andere Sitten: Als ein Taxi benötigt wird, fragen wir den Concierge des Hotels in der Lobby. Der Concierge, ein älterer Mann, und ein Concierge, wie er im Buche steht, begleitet uns nach draussen, nimmt eine Trillerpfeife hervor, pfeift. Erfolgreich; prompt fährt ein Taxi die Auffahrt zum Hotel herauf.
Der Concierge erklärt noch: Das System mit dem Pfeifen sei zwar gut. Jedoch könne es auch Nebenwirkungen haben. Denn der Hauptbahnhof ist ganz nah.

Taxifahren in Moskau

Hier die letzte Taxi-Episode aus Russland.

Moskau, 10. Juli, etwas nach Mitternacht:

Ich habe fürstlich gegessen, und da für morgen einiges auf dem Programm steht, mache ich mich auf zum Hostel. Der Fussweg dorthin beträgt etwa 25 Minuten, welche ich mir ersparen will und mich darum für ein Taxi entschliesse.

Der Taxistand ist nahe, ich steige in einen Wagen ein, teile das Ziel mit. Mir wird gesagt, dass das Taxameter eingeschaltet wird, der Grund ist für mich nicht ganz ersichtlich, doch ich willige ein, ist es doch für uns in Europa normal, so Taxi zu fahren (im Nachhinein erfahre ich, dass man auf Taxameter-Fahrten in Russland verzichten sollte). Die Fahrt dauert etwa sechs Minuten, der Fahrer drückt ordentlich aufs Gas. Ich erkläre, dass der von ihm vorgesehene Weg so nicht optimal sei, da eine Baustelle im Weg ist. Das nicht berücksichtigend, muss der Taxifahrer halt vor der Baustelle erfahren, dass ich recht hatte.

Da es von der Baustelle nur noch eine Minute Fussmarsch bis zum Hostel ist, sage ich, dass ich den Fahrdienst nicht weiter benötige.

Das Taxameter wird mir gezeigt, und die etwas unangenehme Überraschung ist: die Fahrkosten betragen über 3700 Rubel (umgerechnet ca. 107 Franken). Zum Vergleich: Die Fahrt vom Flughafen zum Hostel, die erheblich länger gedauert hat (gefühlt etwa fünfzig Minuten), kostete 4000 Rubel.

Mit einem solchen Preis habe ich natürlich nicht gerechnet; entsprechend reagiere ich. Das sei doch ein ziemlich teurer Preis für eine Fahrt von ein paar Minuten. „VIP-Taxi“, wird mir als Begründung geliefert. Naja, vom VIP-Service habe ich nicht sonderlich viel gemerkt. Auch das Taxi, das zwar ordentlich und sauber ist, sticht nicht gerade aus der Masse hervor. Taxifahren in Moskau weiterlesen