Lärm und Luxus

the world is rushing by

Vom Land her kommend, war der Lärm der Stadt für mich etwas neues.
Ich mag ihn, mittlerweile, seit einer Weile – die Lebendigkeit, die er versprüht, die ihn verursacht. Ich mag es, mich darin zu befinden, Teil davon zu sein.
Oder auch einfach ihn zu spüren, zu hören, zu fühlen.
Aber auch das Ausblenden des Lärms, ihn zu verbannen. Zum Beispiel, indem ich das Balkonfenster schliesse, und schlagartig ist es ruhig.
Das mag ich. Die Möglichkeit, den Lärm auszublenden. Zu entscheiden; den Lärm zu geniessen, oder ihn nicht hören und spüren zu müssen.
Auswählen zu können. Das ist Luxus.

Die Sache mit dem Telefonieren in der Stadt

Untitled

Neulich sah ich mich gezwungen, in der Stadt zu telefonieren. Zu warten und zuhause zu telefonieren kam in dem Moment nicht in Frage, die Situation wollte in dem Moment geklärt werden.
Eigentlich auch kein Ding, lässt es sich doch heutzutage von (fast) überall her kommunizieren. Doch so ganz einfach war es dann trotzdem nicht.
Kaum ist das Telefonat zustande gekommen, scheint gerade eine neue Stunde zu beginnen. Dies jedenfalls signalisieren ziemlich lautstark Zytglogge und Käfigturm, beides Sehenswürdigkeiten und bei Touristen sehr beliebt, bei mir in dem Moment nicht gerade hoch im Kurs.

Davonhuschend von dem Glockengeläut suche ich ein ruhiges Plätzchen, abseits von der Marktgasse, welche mitten durch die Stadt führt und die Pulszone der Stadt ist. Schnell bin ich in einer der Seitengasse, welche von deutlich weniger Volk bevölkert ist. Aber: hier wird gerade gebaut. Kompressoren dröhnen, und werden im Lärmmachen effektvoll unterstützt von einem Bagger.

Weiter gehts. Von der Seitengasse gelange ich wieder in die Marktgasse – und laufe prompt vor eine Strassenmusikertruppe.

Auch das an sich simple Telefongespräch-führen kann nervenaufreibend sein.

Berlin IV

IMG_3965

Die Warschauer Strasse – auch ein interessanter Teil Berlins. Nicht besonders schmuck, aber dennoch mit einem Charme ausgestattet, welcher schwer mit Worten zu beschreiben ist.
Als ich ankomme, finde ich ein unglaubliches Gewusel vor.
So viele Leute, die unterwegs sind. Trotz der Menschenmenge ist es ruhig hier.

Mehr Worte will ich nicht verlieren, und lasse die Bilder für sich sprechen.
Durch anklicken erscheinen die Fotos gross auf flickr.

IMG_3979

IMG_3978 Berlin IV weiterlesen

genug

IMG_0177

Eine ältere Frau spricht im Bus eine andere, wohl etwas jüngere Frau an. Grund des Ansprechens ist die Station, an welcher die Frau raus muss.
Die ältere Frau verrät, dass sie nämlich nicht mehr lesen könne, da ihre Sehkraft so stark zurückgegangen ist.
Die Andere fragt, ob denn da nicht eine Brille abhilfe schaffen könne, denn: „Man muss doch lesen können!“

Die Antwort darauf: „Ich habe genug gelesen.“