Buch «Text» von Dmitry Glukhovsky

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Ein junger Mann, Ilja, kehrt nach 7 Jahren Straflager nach Moskau zurück. Im Straflager war er, weil er seine Freundin in einem Club vor dem Polizisten Petja beschützen wollte – der Polizist hat ihm dann in der Folge Drogen unterschoben.

Die einstige Freundin will nun nichts mehr von ihm wissen, und die Mutter ist kurz vor Iljas Rückkehr gestorben. Ilja macht den Polizisten Petja, wegen welchem er im Straflager war, ausfindig, bringt ihn um. Das iPhone des Polizisten nimmt er mit, und taucht darin ein. Durch die auf dem iPhone gespeicherten Nachrichten, Bilder und Videos lernt er das Leben des von ihm getöteten Polizisten kennen, und dessen Mitmenschen. Er gibt sich aus als Petja, mit dessen iPhone. Und das hat Folgen; für Ilja selber, und das Umfeld Petjas.

Die Handlung in «Text» ist oft sehr konstruiert, aber das Buch bleibt bis zum Schluss spannend, einerseits wegen dem, das da im Realen und im Digitalen passiert, aber anderseits auch wegen des Umstands, dass mit dem Buch eindrücklich aufgezeigt wird, was unser Telefon eigentlich alles über uns festhält – und nicht nur das, auch was das Telefon mit uns machen kann, wie es und beinflussen und prägen kann, wird eindrücklich beschrieben im 360-Seiten-starken Buch.