Zagreb III

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Das Hotel Westin dient uns als Zwischenstopp – genauer gesagt dessen Aufenthaltsbereich -, und weiss aufzufallen. Vorallem wegen der Ruhe und dem Blick nach draussen. Der Blick durch das wandhohe Fenster in Richtung Strasse, die etwas schattig wirkt aufgrund der vielen Bäume. Ab und zu fährt eines der blauen Trams vorbei. Das Blau hat einen Farbton, der sofort ins Auge sticht. Auch ins Auge sticht der Mann in der gelben Regenjacke, der draussen fotografiert. Auf der Innenseite des Hotels sind die Spuren der Vergänglichkeit sichtbar. Der stellenweise gewellte Teppich, und die einst eleganten Sessel, die nun an vielen Stellen abgenutzt sind. Sie erinnern an eine vergangene Zeit. Und ich denke darüber nach, dass ich so gut wie nichts über die Vergangenheit dieser Stadt weiss.

Die Faszination einer Auffahrt am Ostermontag

Es gibt Bilder, die bleiben haften. Ein besonders eindrückliches Bild, das in sich in meiner Erinnerung festgekrallt hat, am Ostermontag, um genau zu sein, ist jenes der Auffahrt zum Hotel Dolder Grand, etwas oberhalb von Zürich. Also die Auffahrt jenen Hotels, das im letzten Jahr in die Schlagzeilen geriet – Schlagzeilen, die man wohl lieber nicht gehabt hätte.  Die Auffahrt – wenn man unten von der Strasse her kommt, wirkt es, als führe der Weg geradezu in Nichts, in den Himmel. Eine leichte Neigung nach oben, breit, mit sanfter, anmutiger Kurve, elegant, also bestens passend zum Ort. Die Auffahrt hat etwas Nostalgisches, Retromässiges, Oldtimer, die hinauffahren, das würde passen – und gleichzeitig wirkt sie futuristisch, irgendwie, sie könnte auch Bestandteil eines Science Fiction-Film sein, zweifelsohne, auch darüber hingleitende Raumschiffe, abwegig wäre das nicht.