Liebe zum Detail

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Details. Sie mögen häufig uninteressant erscheinen. Und sind es vielleicht auch, oft.
Bei Details ist es jedoch wie bei vielem anderem: Man muss sie im richtigen Licht sehen. Im-richtigen-Licht-sehen, das ist natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint. Wobei, nicht nur.
Ich meine damit, dass man sich auch den kleinen, unbedeutenden Dingen widmen soll, manchmal. Eben auf Details achten. In diesen nicht etwas sehen, das schon tausendmal vorher gesehen worden ist.
Auf seine Art und Weise ist jedes Detail einzigartig, einmalig. Und betrachtenswert, darüber-nachdenkenswert.
Details, nicht nur anfassbare, machen das Leben erst spannend. Spannend und farbenfroh.

Wechsel

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Ende August.
Der Herbst ist gerade angekommen.
Die Lücke zwischen den beiden Jahreszeiten ist noch nicht gefüllt, die bunten Blätter sind in Planung.
In der Zwischenzeit dienen spektakuläre Himmel und und lautlos im Takt schaukelnde Boote als Blickfang.

Momentum

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Die interessantesten Bilder gelingen oftmals dann, wenn die Kamera eigentlich schon weggeräumt worden ist. Zum Beispiel auf der Rückreise.
Der Deckel auf dem Objektiv ist zum Glück aber schnell wieder entfernt.
Schöne, eindrucksvolle und dramatische Momente gibt es nicht nur während der Ereignissen, welche wir im Kalender eintragen.
Auch dazwischen dreht sich die Erde. Das Leben findet immer statt.

Heimat III

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Mit Orten, die man gut kennt oder auch nur häufig besucht, bringt man oft zuerst bestimmte Dinge gedanklich in Verbindung. So ist für mich zum Beispiel der Ort, an welchem ich aufgewachsen bin, untrennbar von der Gondelbahn.
Die roten Gondeln sind Teil des Ortsbildes, würde man sie wegnehmen, würde etwas fehlen. So simpel ist das.
Ob im Winter über weissem prachtvollen Schnee schwebend oder im Sommer über saftig grünem Gras dahingleitend, die „Gondeli“ gehören einfach dazu.

À propos saftig grünes Gras: Obschon die Ortschaft mit den roten Gondeli im grünsten Tal Europas ist, erschien mir das Gras dieses Jahr noch saftiger und grüner als sonst. Auch das mag daran liegen, dass ich nicht mehr so oft im Oberland bin – wahrscheinlich ist es aber nur den endlosen Regenmassen des diesjährigen Sommers geschuldet.

The next big thing

Früher gab es soviele neue Dienste, die ausprobiert werden wollten – und einige davon schafften es, eine gewisse oder grosse Wichtigkeit zu erlangen; facebook, twitter, instagram, tumblr, foursquare und wie sie alle heissen.

Anderen wiederum ist der grosse Start nicht so richtig gelungen, virb zum Beispiel, andere wiederum wurden ganz gross, sind aber mittlerweile ins Straucheln geraten (flickr – gehörte übrigens in den ersten Jahren nicht zu yahoo) oder erfinden sich neu (myspace).

Es machte Spass (vor circa 10 Jahren), Dienste dabei zu begleiten, während sie grösser und grösser wurden – oder eben verschwanden.

Irgendwie vermisse ich das Entdecken von neuen kleinen interessanten Tools im Web – liegt das an mir oder fehlen solche Projekte tatsächlich?
Natürlich, die Zeit ist eine ganz andere als vor ein paar Jahren, heute ist es zum Beispiel sicher schwerer Fuss zu fassen und zu reüssieren in der digitalen Welt, da gegen Bewährtes gekämpft werden muss – natürlich aber dennoch möglich.

Bildermeer

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21. Juli 2014

Beim Schreiben dieses Textes sitze ich in einem Restaurant, ganz nah am Brandenburger Tor.
So viele Fotos werden hier gemacht. Mit Handys, mit Fotoapparaten, mit Tablets. Rein vom Brandenburger Tor selber, aber oftmals auch mit Touristen im Vordergrund.

Ich frage mich, auf wievelen Fotos das Brandenburger Tor wohl zu sehen ist, und wieviele Fotos wohl weltweit pro Sekunde gemacht werden.
Und wieviele Milliarden Bilder insgesamt gemacht worden sind von uns Menschen.
(Und wieviele Menschen sich schon dieselben Gedanken gemacht haben.)

Und wieviele Bilder wohl noch gemacht werden.
Und ob das Foto einmal ausgestorben/veraltet sein wird.
Oder ob die Menschheit es schafft, dass es gar nicht soweit kommen muss, dass sich die Frage der vorigen Zeile stellen wird…

Erster August

1. August. Heute ist der Nationalfeiertag hierzulande.
Feuerwerk kann schon Wochen vorher gekauft werden, die grossen Warenhäuser in der Stadt stellen hierfür gar Jahr für Jahr eigens für diesen Zweck Stände auf, behängt mit unzähligen Schweizer Flaggen.

Den einzigen Knall an diesem Tag höre ich, als ich im unterirdischen Teil des Bahnhofes an der Kasse meine Verpflegung zahle – irgendein intelligentes Wesen hat in den Gängen hier unten einen Knallkörper oder eine Rakete gezündet.

Einige Stunden später, auf der Fromatt angekommen, ist geplant, eine Wanderung zu machen. Ziel ist der Seebergsee. Das Wetter ist sehr wankelmütig und wechselt fast im Minutentakt, zwischen Sonnenschein und Regenschauer.

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Die Lichtsituationen sind einzigartig, und freuen mich besonders, macht das Fotografieren so doch besonderen Spass.

Bis zum Fromattgrat gelangen wir, wo wir gastfreundlich begrüsst und auch verpflegt werden. Ich werde eingeladen, den Stall zu besichtigen. Erster August weiterlesen