wir sind alle anders

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Es gibt Kinofilme, die mag ich. Sehr. Manchmal denke ich aber: die meisten andern würden diesen Film nicht mögen.
Es sind spezielle Filme, Filme, die ich speziell mag. Über die schlechte Rezensionen verfasst werden. Manchmal. Manchmal aber auch nicht, manchmal fallen die Rezensionen gut bis sehr gut aus.
Nach dem Lesen dieser Worte taucht sicher unwillkürlich die Frage auf, an was für Filme ich denke.
Bewusst möchte ich keine Titel nennen. Es geht nicht um Namen, einzelne Werke. Eigentlich auch nicht um die Filme. Sondern unter anderem um Vorlieben. Die jede und jeder von uns hat. Die sich auch bei Filmen, Büchern, Musik-Alben etc. pp. zu Worte melden. Vorlieben, die Einfluss nehmen. Ob wir es wollen, oder auch nicht. Aber nicht nur Vorlieben. Es geht auch darum, was wir erlebt haben. Um unsere Geschichte, nicht nur jene des Films. All das, das wir er- und durchlebt haben, prägt uns. Entscheidet mit, wie wir etwas finden. Und macht uns alle einzigartig. Und unsere Geschmäcker. Unsere eigene Geschichte entscheidet mit, was für Geschichten wir mögen.

Das Schöne an E-Books. Oder das Schöne an analogen Büchern.

Casanova's Homecoming and the lights of Malta

Das Schöne an E-Books ist, dass der Inhalt im Vordergrund steht. Jedes Buch wird in derselben Schrift dargestellt (wenn man das denn möchte). Ein längeres Werk hat nicht mehr (physisches) Gewicht als eine Kurzgeschichte.

Man kann das auch umdrehen. Und sagen, jedes analoge Buch hat seine Einzigartigkeit, aufgrund der Kombination aus der Anzahl Seiten und des damit verbundenen Umfangs, des Umschlagbildes, und so weiter. Der Eselsohren, die mit oder ohne Absicht entstehen.

Man kann das sehen, wie man will. So oder so. Beide Sichtweisen sind in Ordnung. Und irgendwie schön.

overload

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Trams und Busse – sie fahren nicht mehr.
Ich merke es, als ich nach dem Arbeiten bei der nahen Bushaltestelle Menschentrauben sehen.
Dasselbe bei der Tramhaltestelle.
Auf der Infoanzeige stehen da, wo normalerweise Ankunftszeiten ersichtlich sind, nur Strichzeichen vor und nach dem Doppelpunkt, verheissungsvoll.
„Verkehrsüberlastung“ steht da als Grund für das Nicht-Fahren.
Das kommt hier in der Hauptstadt selten vor. Kleine Staus gibts zwar immer wieder in der Rush hour, aber verglichen mit anderen Städten sind die hiesigen stehenden  Fahrzeugschlangen normalerweise nicht der Rede wert, und auch schnell wieder aufgelöst.
Es ist ein schöner klarer Abend, die Entscheidung, zu Fuss ins Stadtzentrum zu gehen, fällt daher leicht.
Die Brücke, die über die Aare in die Stadt führt, trägt mehr Leute als sonst.
Ich sehe Gesichter, die ich nur selten sehe.
Einmal bin ich nicht sicher, ob ich diese eine junge Frau wirklich kenne. Und wenn ja, woher.
Dass sie mich kennt, verrät mir schnell das Lächeln auf ihrem Gesicht.
Die Stimmung unter den Wandernden ist trotz fehlenden Transportfahrzeugen nicht gereizt.
Eher im Gegenteil, sogar etwas Ausgelassenheit ist zu spüren.
Kein Wunder: es ist Herbst, es ist sonnig, gerade noch, und nicht allzu kalt.
Und Freitagabend.

Venedig IV

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In Venedig kann man das: Mitten in den Menschenmassen stecken, welche nah am Wasser die Brücken überqueren wollen. Dann fünf Schritte nach rechts oder links machen, je nachdem, und man ist raus aus dem Gedränge.
Und man kann nach ein paar weiteren Schritten am Wasser sitzen, welches kleine Wellen schlägt, auch wegen der Boote, die da vorbeifahren. Und Leute ein- und ausladen.

Jede der Wellen ist einzigartig. Besonders schön sind sie alle, im September-Abend-Herbstlicht.
Die grossen Kreuzfahrtschiffe, mit welchen man Venedig auch in Verbindung bringt: sie bleiben aus.
Das einzige Schiff, das auffällt, ist eine protzige, verlassen wirkende Yacht, welche einen nicht-protzigen Frauennamen trägt. Wobei: gibt es überhaupt protzige Namen? Venedig IV weiterlesen

Schön dargestellt

soldiers
Soldaten der Schweizer Armee

Von Armeen & Co. – davon bin ich wahrlich kein Anhänger.

Einige Fotografien, die auf dem flickr-Stream der U.S. Airforce zu finden sind, mag ich aber sehr. Zum Beispiel diese Aufnahme, oder jene hier. Einfach grandios, oder?
Diese Bilder der amerikanischen Luftwaffe zeigen mir wieder einmal auf, wieviel Einfluss Fotografie haben kann.

Fotografien sind nicht subjektiv. Sie bilden das Motiv so ab, wie es jene/r hinter der Kamera abgebildet haben will.
Sei es im Guten oder im Schlechten.
Natürlich ist vieles gegeben, und gewisse Elemente sind unveränderbar. Dennoch, schon nur mit der Bildkomposition, dem Weglassen von gewissen Elementen et cetera pp. kann die Fotografin, der Fotograf seine Sicht der Dinge festhalten (und einem Publikum zeigen).

Keine neuen Erkenntnisse, ich weiss.
Aber das Betrachten der Airforce-Bilder bringt mich fast in ein Dilemma; einerseits sagt mir die Luftwaffe so ganz und gar nicht zu, andererseits mag ich die Schönheit der (Propaganda-)Bilder – sehr.

Liebe zum Detail

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Details. Sie mögen häufig uninteressant erscheinen. Und sind es vielleicht auch, oft.
Bei Details ist es jedoch wie bei vielem anderem: Man muss sie im richtigen Licht sehen. Im-richtigen-Licht-sehen, das ist natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint. Wobei, nicht nur.
Ich meine damit, dass man sich auch den kleinen, unbedeutenden Dingen widmen soll, manchmal. Eben auf Details achten. In diesen nicht etwas sehen, das schon tausendmal vorher gesehen worden ist.
Auf seine Art und Weise ist jedes Detail einzigartig, einmalig. Und betrachtenswert, darüber-nachdenkenswert.
Details, nicht nur anfassbare, machen das Leben erst spannend. Spannend und farbenfroh.

Wechsel

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Ende August.
Der Herbst ist gerade angekommen.
Die Lücke zwischen den beiden Jahreszeiten ist noch nicht gefüllt, die bunten Blätter sind in Planung.
In der Zwischenzeit dienen spektakuläre Himmel und und lautlos im Takt schaukelnde Boote als Blickfang.