Laut gedacht …

Oasis

Durch einen Zufall bin ich heute im Internet auf das Lied „Let There Be Love“ von Oasis gestossen.
Das war toll, mochte ich die CD „Don’t Believe the Truth“ von der „weltbesten“ Band in meinen Jugendjahren doch sehr. Damals, das war im Jahr 2005, und ich war da gerade mal 19 Jahre alt.

Ich frage mich ja, wenn die Leute in hundert Jahren die Clips aus unserer Zeit schauen (die es dann hoffentlich noch geben wird), z.B. „Let There Be Love“ oder auch das tolle „The Importance Of Being Idle“, ob dann gedacht wird, ob es in 2005 noch keine Farbfilmerei sondern nur SW gab 🙂

Zibelemärit

Am vierten Montag eines jeden Novembers fahren in Bern die Trams nicht durch die Stadt. An diesem Tag ist in der Hauptstadt nämlich Zibelemärit (Zwiebelmarkt).

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Der Märit beginnt in aller Frühe. Es werden Zwiebelzöpfe, Zwiebelkränze, Süssigkeiten und vieles mehr dargeboten.
Der obere Stadtteil ist jeweils vollgestopft mit Marktgängerinnen und -gängern. Der Zibelemärit ist bekannt, wie ich dieses Jahr feststellen durfte, gar bis über die Landesgrenzen hinaus.

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Erste oder zweite Klasse?

Voralpen-Express

Um ein Billett zu lösen, benötigte ich neulich Hilfe einer Bahnangestellten.
Am nächsten Tage gedachte ich nach Aarau zu fahren, und am Abend von Aarau nach Zürich.
Die Angestellte half mir das entsprechende Billett zu lösen (im Nachhinein eigentlich keine Hexerei).

Die Angestellte tippte für mich die jeweils richtige Option auf dem Touchscreen des Billettautomaten an. Als es darum ging, ob ich mit der ersten oder zweiten Klasse reisen würde, war ich gespannt, wie sie agieren würde.
Tatsächlich zögerte die Helferin kurz, und wählte 2. Klasse, jedoch nicht ohne vorhin mich anzusehen, ob das in meinem Sinne sei. Ich widersprach nicht.

Das kurze Zögern war interessant. Ich bin sicher, vor zwei oder drei Jahren wäre ich eindeutig als Zweite-Klasse-Fahrer eingestuft worden.

Für mich war das ein Zeichen, dass ich (a) nicht jünger werde und/oder (b) meine Kleidung/mein Verhalten oder meine Erscheinung mich nicht eindeutig als Erst- oder Zweitklassfahrer einstufen lassen.

Spannend.

Eine Frage der Wahrnehmung

Heute in der Stadt hörte ich ein Gespräch eines älteren Paares mit an.

„Früher war Bern eine schöne Stadt, sauber, nett und mit vielen verschiedenen Läden …[…]“

Ich kannte zwar das Bern vor 30 Jahren nicht und kann den Vergleich nicht beurteilen – aber: für mich ist das heutige Bern nett, sauber, und so weiter.

Die Welt ist nicht nur so, wie sie ist. Sie ist vorallem auch so, wie wir sie sehen (wollen).