Invasion der Selfie-Stangen

contemporary witness

Damit der Chronistenpflicht Genüge getan wird: Die Selfie-Stange, die ich erstmals im letzten Herbst in Venedig entdeckt habe, hält Einzug in Bern. Ein Grossteil der Touristen hier läuft umher mit dieser Erfindung, die man gut oder auch weniger gut finden kann. Ich selber tue mich schwer damit, mir eine Meinung über das Konstrukt zu bilden. Kaufen würde ich so ein Teil nie (das sage ich zumindest heute!), halte es aber für ziemlich ehrlich, so eine Stange zu verwenden. Irgendwie. Und Ehrlichkeit ist ja etwas schönes.

2 Gedanken zu „Invasion der Selfie-Stangen“

  1. Ehrlich die Stange zu verwenden? Versteh ich nicht. – Für mich existieren diese Stangen nur, weil man nicht mehr fragen möchte, ob mal jemand ein Foto machen könnte. Die Selfie-Stange ist die manifestierte Isolation des Individuums.

  2. Die Selfiestange das Attribut „ehrlich“ zuzuschreiben finde ich eine schöne Überlegung:) Einfach mal nicht meckern, wie dämlich dieses Selbstgeknipse vor Sehenwürdigkeiten ist, sonder beeindruckt sein, wie die Menschen zu dieser vermeindlichen Dämlichkeit stehen. Schön!

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