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Berlin I

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Von Hauptstadt zu Hauptstadt. Am Sonntag bin ich von Bern nach Berlin gereist.

Was so als erstes auffällt:

Es ist heiss – viel heisser als in der Schweiz dieser Tage. Das ist natürlich schön.

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Die Velowege. Oder hier Radwege genannt. Es gibt sie, sie teilen sich den Platz auf dem Trottoir Gehsteig mit den Fussgängern. Die Radwege sind zwar abgetrennt vom Fussgängerbereich, aber ich glaube, ich würde mindestens ein Jahr brauchen, um mich daran zu gewöhnen, dass auf dem Gehsteig auch Fahrräder fahren, und ich entsprechend besser nicht auf dem Fahrradbereich spaziere. Ich erinnere mich, dass die Velowege-Situation in Hamburg genau gleich oder ähnlich ist: dort sind die die Fahrradwege, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, sogar rot (hier je nach Stadtteil auch) – es nützte nichts, ich befand mich trotzdem immer wieder auf den nicht für Füssgänger gedachten Wegen und wurde “weggeklingelt”. Weiterlesen

“Früher haben wir noch miteinander geredet!”

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Wir alle hören es immer wieder: Dass das ewige auf den Bildschirm-des-Smartphones-Glotzen vereinsamt und dumm macht.
Es gibt auf Facebook kursierende Youtube-Videos, die neue Technologien verteufeln – was an sich ziemlich absurd ist, da sie zur Verbreitung der Botschaft jene Plattformen nutzen, die verteufelt werden.
Wenn ich solche Aussagen höre oder Videos wie das genannte sehe, mag ich gar nicht mehr gross darüber diskutieren. Leute, die solche Äusserungen machen oder solche Inhalte verbereiten, ob alt oder jung, sind meistens unbelehrbar und wollen nichts anderes hören.
Dennoch, “fürs Protokoll”, meine 5-Cents dazu:

“Früher war alles besser”

Nein! Einiges mag besser gewesen sein, anderes ist heute besser (- wenn man denn unbedingt vergleichen muss). Vorallem ist heute alles (vieles) anders. Und das ist gut so. Vom Alter her werde ich wohl den Digital Natives zugeteilt, dennoch habe ich noch das Prä-Smartphone-Zeitalter miterlebt.
Damals sassen die Leute noch ohne ihre gescheiten digitalen Begleiter im Zug (in welchem noch geraucht werden durfte). Dennoch: man sass für sich, wenn mal alleine war, jede/r vorzugsweise in seinem eigenen Abteil. Anstelle auf einem Bildschirm umherzuwischen wurde gelesen, ein Buch, der Blick oder was auch immer. Oder es wurde Musik gehört.
Und heute sieht es doch gar nicht sooo viel anders aus. Weiterlesen

nah am Wasser

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Samstagabend.

Die Hauptstadt bereitet sich vor auf ein mögliches Hochwasser.
Aufgrund des vielen Regens in der letzten Zeit sind die Seen voll, die Abflussmenge aus dem Thunersee muss erhöht werden.
Als ich unten ankomme bei der Aare, könnte man meinen, etwas sei passiert. Überall Polizistinnen und Polizisten – bei Kreuzungen stehend, aber auch unterwegs in Polizei- und Zivilwagen.
Auf den Strassen, welche direkt an der Aare sind, liegen riesige orange röhrenförmige mit Wasser gefüllte Gebilde (mit Wasser gefüllt; so stehts es zumindest später im Internet auf einem News-Portal), die aussehen wie zu gross geratenes aufblasbares Pool- oder Badi-Equipment. Doch die Existenz der orangenen Undinger ist ein ungleich ernsterer. Soll doch damit wohl verhindert werden, dass die Wassermassen die Strassen überfluten.

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Freunde

Diese Woche beim Mittagessen am Tisch nebenan wurde folgendes gesagt:
“Ein paar wenige gute Freunde sind wertvoller als viele ‘schlechte’ Freunde.”

Ja, aber:

Ein paar wenige gute Freunde mögen zwar wertvoller als viele “schlechte” Freunde sein – viele gute Freunde sind aber auch nicht zu verachten.

Oder?

Und, ja: mit dieser Formel lassen sich noch viele andere, mehr oder weniger gut klingende “Weisheiten” kreieren.

Lost and not found

Gibt es eigentlich ein Sprichwort, welches besagt, dass für jeden verlorenen Gegenstand ein neuer gefunden wird? Wenn nein, müsste es erfunden werden.

Fokus und so

X. - Or: the car doesn't matter.

Auch Nicht-Fokussiertes kann im Mittelpunkt stehen.

Bahnhöfe verstehen

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Ein Mädchen drückt auf die rot leuchtende Taste neben der Zugstür, damit die Mutter und es noch in letzter Minute einsteigen können. Die Tür des Zuges ist zu weit oben – oder das Perron zu weit unten – um dem Mädchen einen angenehmen Einstieg zu ermöglichen. Dennoch gelingt es Mutter und Kind, ins Zugsinnere zu gelangen. Der Zug fährt ab.

~

Ich mag Bahnhöfe.
Winzige Bahnhöfe, aber auch grosse. Auf dem Land, aber auch in der Grossstadt.
Ich mag Bahnhöfe, wenn sie durchflutet sind von Menschenmengen, aber auch, wenn sie leer und verlassen sind.
Das Warten auf den Zug macht mir nichts aus, es gibt immer viel zu entdecken. Einzigartige Situationen oder Gespräche, die entstehen.
Wunderschöne Lichteinfälle, sei es am Morgen, am Mittag oder am Abend. Oder am Nachmittag. Oder irgendwann zwischen Morgen und Mittag.
Die Wartehäuschen, oftmals wunderhübsch in ihrer Hässlichkeit.
Die Zeit, die an nicht mehr ganz neuen Bahnhöfen nagt.
Das beklemmende Gefühl, wenn der Zug einfährt. Oder wenn ein Güterzug ohne zu stoppen mit unglaublicher Geschwindigkeit den Bahnhof durchfährt.

Bahnhöfe sind etwas unvergleichbares.

Bilder von damals heute betrachtet

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Wenn ich Bilder anschaue, die ich vor ein paar Jahren gemacht und ins Internet gestellt habe, so gefallen mir viele jener Bilder gar nicht mehr so sehr. Genauer gesagt: vorallem die Bearbeitung der Fotos sagt mir weniger zu als damals.

Mit Fotografieren habe ich schon ziemlich früh angefangen; ich erinnere mich noch an meine erste Kamera, eine gelbe Kodakkamera aus Plastik, die ich bei einem Zeichnungswettbewerb gewonnen habe. Die Kamera hat nicht sonderlich lange existiert, meine Freude an der Fotografie jedoch schon – wenn auch mit Unterbrüchen.
Obschon ich wie gesagt schon eine Weile fotografiere, so bearbeite ich Bilder noch nicht sonderlich lange, erst seit ein paar Jahren, als ich mich der Digitalfotografie zugewendet habe. Am Anfang wurde natürlich vieles ausprobiert in verschiedensten Bildbearbeitungsprogrammen, und gemacht, ganz einfach weil es gemacht werden konnte.

Heute stelle ich Bilder immer noch äusserst selten unbearbeitet, respektive unbehandelt ins Internet. Jedoch versuche ich die Nachbearbeitung möglichst gering zu halten, ich habe den Anspruch, dass meine Fotos so aussehen, wie ich das Sujet erlebt habe – und da gehört nun mal ein kurzer “Optimierungsschliff” dazu – schon nur aufgrund des Umstands, dass ich meine Bilder nach Möglichkeit im Rohformat aufnehme.

Ich bin ja schon gespannt, wie ich die heute gemachten Bilder in ein paar Jahren anschauen werde.

Die Folgen der verschlüsselten Suche

Ich finde das ja schade, seit das Suchen bei Google verschlüsselt ist, sehe ich praktisch kaum mehr, wie Suchmaschinen-Nutzer_innen auf mein Blog gestossen sind.
Schon etwas bedauerlich, waren da doch höchst amüsante Begriffe dabei.

***

(NB: Die verschlüsselte Suche an sich ist natürlich etwas Gutes.)

Neues Lomo-Objektiv: “New Petzval lens”

Am letzten Dienstag war es endlich soweit: das im Februar bestellte neue Objektiv traf endlich ein.
Froh war ich darüber, dass das Paket gerade noch Platz fand  im “Milchchäschtli”* (nicht zu verwechseln mit dem “Chuchichäschtli:)), und fünf Minuten nach dem Auspacken freute ich mich über das glänzende Objektiv in meinen Händen.

Das Petzval-Objektiv ist eine Neuauflage des gleichnamigen Objektiv-Klassikers aus dem Jahre 1840, und wird in Russland hergestellt, und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: in Gold oder in Schwarz, für Nikon- oder für Canon-Kameras.
Für welche Variante ich mich entschieden habe, ist auf dem Bild ersichtlich:

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Wie man sieht, ist das Objektiv nicht unbedingt leicht, und auch nicht gerade unauffällig. In der kurzen Zeit, in welcher ich nun mit dem Schmuckstück unterwegs bin, wurde ich auch schon mehrfach von Fremden angesprochen; vorwiegend von anderen Fotografierenden, die so etwas Fernrohr-ähnliches auf einer Kamera noch nie gesehen haben.

Technische Eigenheiten: Es handelt sich um ein Objektiv mit einer 85mm-Festbrennweite, die maximale Blendenöffnung beträgt F/2.2, die kleinste F/16. Fokussiert wird selbstverständlich manuell.

DSC07263 Weiterlesen

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