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Berlin IV

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Die Warschauer Strasse – auch ein interessanter Teil Berlins. Nicht besonders schmuck, aber dennoch mit einem Charme ausgestattet, welcher schwer mit Worten zu beschreiben ist.
Als ich ankomme, finde ich ein unglaubliches Gewusel vor.
So viele Leute, die unterwegs sind. Trotz der Menschenmenge ist es ruhig hier.

Mehr Worte will ich nicht verlieren, und lasse die Bilder für sich sprechen.
Durch anklicken erscheinen die Fotos gross auf flickr.

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Selbst ist der Mann

when the curtain falls

Rückflug in die Schweiz.

Von der vordersten Economy-Reihe aus hat man, solange die Vorhänge noch nicht gefallen sind, Einblick in die Business-Klasse. Ein Typ darin sieht ziemlich exzentrisch aus; älterer Herr, gelbes T-Shirt, das verbliebene graue Haar ziemlich lang, aber fein gekämmt, langer Bart, die Barthaare sehen wie Fäden aus.
Der Kerl hat eine ziemlich profimässige Kamera bei sich. Meine Vorstellungskraft beginnt produktiv zu werden. Ich stelle mir vor, dass der Mann vielleicht ein erfolgreicher Fotograf ist, geniale Bilder schiesst und wie gesagt etwas exzentrisch ist, auch, weil er sich das leisten kann, und man es gar von ihm erwartet. Das Phantasieren nimmt ein Ende und ich verwerfe diese Theorie, als ich feststelle, dass der Mann Selfies macht, mehrere, aus verschiedenen Positionen.

Wobei: auch ein genialer Weltklasse-Fotograf kann/darf Selfies machen, oder?

Vielleicht stimmt meine Theorie ja doch.

Berlin III

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Es ist Mittwochabend.

Ich sitze vor dem Hotel, geniesse die Abendsonne.
Vor dem Hotel warten einige Taxis auf Kundschaft. Bei allen Wagen handelt es sich um hellelfenbein-farbene Mercedes. Spannend ist es, zuschauen, wie die Taxis frequentiert werden.
Da passiert mindestens eine halbe Stunde lang nichts, dann sind innerhalb einer Minute vier Wagen gefragt. Für ganz kurze Zeit ist die Taxischlange deutlich kürzer, ja fast aufgebraucht – und verdient den Namen “Schlange” nicht mehr.
Doch es dauert nicht lange, und alle Plätze sind wieder besetzt.
Ein endloser Prozess, der wohl niemals aufhören wird.

Berlin II

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Am aussergewöhnlichsten sind all die verschiedenen pulsierenden Orte in den verschiedenen Stadtteilen.
Häufig gibt es in Städten nur eine pulsierende Zone (wenn denn überhaupt) – nicht so in Berlin. Aber eigentlich nicht erstaunlich, bei der Grösse (und Geschichte) der deutschen Millionenstadt.

Vielfältig. Auch das ist Berlin. Und nicht nur auf Westen und Osten bezogen.

Mein innerer Kompass funktioniert nicht mehr. Das Orientieren fällt mir äusserst schwer hier (ohne Stadtplan, und auch mit ists nicht immer einfach).
Normalerweise finde ich mich gut in zurecht in grossen Städten, hier “harzt” es ein wenig.

So viele Brücken. Im Flugzeug auf der Hinreise habe ich eine Frau sagen hören, dass es in Berlin mehr Brücken als in Venedig gibt. Ich weiss nicht, ob das stimmt, aber ich glaube es gerne.

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Neu-und-Alt-Vermischung. Gibt es in Berlin zuhauf, unter anderem der Bundestag – um nur eines von ganz vielen Beispielen zu nennen.

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Berlin I

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Von Hauptstadt zu Hauptstadt. Am Sonntag bin ich von Bern nach Berlin gereist.

Was so als erstes auffällt:

Es ist heiss – viel heisser als in der Schweiz dieser Tage. Das ist natürlich schön.

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Die Velowege. Oder hier Radwege genannt. Es gibt sie, sie teilen sich den Platz auf dem Trottoir Gehsteig mit den Fussgängern. Die Radwege sind zwar abgetrennt vom Fussgängerbereich, aber ich glaube, ich würde mindestens ein Jahr brauchen, um mich daran zu gewöhnen, dass auf dem Gehsteig auch Fahrräder fahren, und ich entsprechend besser nicht auf dem Fahrradbereich spaziere. Ich erinnere mich, dass die Velowege-Situation in Hamburg genau gleich oder ähnlich ist: dort sind die die Fahrradwege, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, sogar rot (hier je nach Stadtteil auch) – es nützte nichts, ich befand mich trotzdem immer wieder auf den nicht für Füssgänger gedachten Wegen und wurde “weggeklingelt”. Weiterlesen

“Früher haben wir noch miteinander geredet!”

cellphone
Wir alle hören es immer wieder: Dass das ewige auf den Bildschirm-des-Smartphones-Glotzen vereinsamt und dumm macht.
Es gibt auf Facebook kursierende Youtube-Videos, die neue Technologien verteufeln – was an sich ziemlich absurd ist, da sie zur Verbreitung der Botschaft jene Plattformen nutzen, die verteufelt werden.
Wenn ich solche Aussagen höre oder Videos wie das genannte sehe, mag ich gar nicht mehr gross darüber diskutieren. Leute, die solche Äusserungen machen oder solche Inhalte verbereiten, ob alt oder jung, sind meistens unbelehrbar und wollen nichts anderes hören.
Dennoch, “fürs Protokoll”, meine 5-Cents dazu:

“Früher war alles besser”

Nein! Einiges mag besser gewesen sein, anderes ist heute besser (- wenn man denn unbedingt vergleichen muss). Vorallem ist heute alles (vieles) anders. Und das ist gut so. Vom Alter her werde ich wohl den Digital Natives zugeteilt, dennoch habe ich noch das Prä-Smartphone-Zeitalter miterlebt.
Damals sassen die Leute noch ohne ihre gescheiten digitalen Begleiter im Zug (in welchem noch geraucht werden durfte). Dennoch: man sass für sich, wenn mal alleine war, jede/r vorzugsweise in seinem eigenen Abteil. Anstelle auf einem Bildschirm umherzuwischen wurde gelesen, ein Buch, der Blick oder was auch immer. Oder es wurde Musik gehört.
Und heute sieht es doch gar nicht sooo viel anders aus. Weiterlesen

nah am Wasser

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Samstagabend.

Die Hauptstadt bereitet sich vor auf ein mögliches Hochwasser.
Aufgrund des vielen Regens in der letzten Zeit sind die Seen voll, die Abflussmenge aus dem Thunersee muss erhöht werden.
Als ich unten ankomme bei der Aare, könnte man meinen, etwas sei passiert. Überall Polizistinnen und Polizisten – bei Kreuzungen stehend, aber auch unterwegs in Polizei- und Zivilwagen.
Auf den Strassen, welche direkt an der Aare sind, liegen riesige orange röhrenförmige mit Wasser gefüllte Gebilde (mit Wasser gefüllt; so stehts es zumindest später im Internet auf einem News-Portal), die aussehen wie zu gross geratenes aufblasbares Pool- oder Badi-Equipment. Doch die Existenz der orangenen Undinger ist ein ungleich ernsterer. Soll doch damit wohl verhindert werden, dass die Wassermassen die Strassen überfluten.

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Freunde

Diese Woche beim Mittagessen am Tisch nebenan wurde folgendes gesagt:
“Ein paar wenige gute Freunde sind wertvoller als viele ‘schlechte’ Freunde.”

Ja, aber:

Ein paar wenige gute Freunde mögen zwar wertvoller als viele “schlechte” Freunde sein – viele gute Freunde sind aber auch nicht zu verachten.

Oder?

Und, ja: mit dieser Formel lassen sich noch viele andere, mehr oder weniger gut klingende “Weisheiten” kreieren.

Lost and not found

Gibt es eigentlich ein Sprichwort, welches besagt, dass für jeden verlorenen Gegenstand ein neuer gefunden wird? Wenn nein, müsste es erfunden werden.

Fokus und so

X. - Or: the car doesn't matter.

Auch Nicht-Fokussiertes kann im Mittelpunkt stehen.

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